LDK: – Räuber erbeuten FILA-Jacke – Raub auf Getränkemarkt – Blitzeinbruch in Wissenbach – 20-Jähriger beleidigt, pöbelt und bedroht –

Wetzlar: Trio überfällt 15-Jährigen / Polizei bittet um Mithilfe –

Nach einem Raubüberfall am Freitagabend (13.03.2020) in der Wetzlarer Innenstadt bittet die Kriminalpolizei um Mithilfe. Ein Trio lockte das 15-jährige Opfer an einen abgelegenen Ort und raubte dessen Jacke.

Der in Wetzlar lebende Jugendliche war gegen 22.00 Uhr zu Fuß vom Forum kommend auf der Bahnhofstraße unterwegs. Etwa in Höhe der Eduard-Kaiser-Straße sprachen ihn drei Männer an und baten um Hilfe. Sie gingen mit ihm zu einer Baustelle in der Bahnhofstraße und kletterten durch eine Öffnung ins Gebäude. Dort zog einer der Unbekannten ein Messer und forderte die rot-weiße Jacke der Marke „FILA“ des Jugendlichen. Der übergab das Kleidungsstück und konnte fliehen.

Alle drei Räuber hatten nach Einschätzung des Opfers ein südländisches Aussehen. Der Täter mit dem Messer war etwa 20 Jahre alt, ca. 190 cm groß und schlank. Er hatte schwarze nach links gegeelte Haare, die seitlich ausrasiert waren, einen „Ziegenbart“ und trug einen silberfarbenen Ohrring am rechten Ohr sowie eine silberfarbene Uhr mit Metallarmband an einer Hand. Zur Tatzeit trug er einen schwarzen Pullover, eine schwarze Sweatjacke mit weißem Nike-Logo auf der Brust sowie eine Bluejeans mit einem Riss oberhalb des linken Knies. Sein Komplize war mit 25 bis 30 Jahren etwas älter, mit 170 cm deutlich kleiner, ebenfalls schlank und hatte die gleiche Frisur und einen Kinnbart. Er trug eine schwarze Basecap mit Nike-Logo, eine Jeans-Jacke mit Reißverschluss, dunkelblaue Jeans sowie grau- oder schwarz-weiße Sneaker mit weißen Schnürsenkeln. Den dritten Räuber bekam er nur kurz zu sehen. Er war zwischen 170 und 190 cm groß und trug eine hellgraue Jacke vom Hersteller „Wellensteyn“ sowie eine Bluejeans.

Die Täter erbeuteten eine auffällige Winterjacke der Marke „FILA“ im Wert von rund 120 Euro. Die Grundfarbe ist „Feuerwehrrot“ mit einem in Höhe der Brust umlaufenden, etwa 20 cm breiten weißen Streifen. Auf dem Rücken befindet sich in großen rot-weiß-schwarzen Buchstaben der Herstellername „FILA“.

Die Polizei sucht Zeugen und fragt:

– Wer hat das Trio mit dem Opfer am Freitagabend in der
Bahnhofstraße beobachtet?
– Wer kann Angaben zur Identität der Täter machen?
– Wer kann Angaben zum Verbleib der auffälligen FILA-Jacke machen?
Hinweise erbittet die Wetzlarer Polizei unter Tel.: (06441) 9180.

Aßlar: Raub auf Getränkemarkt / Täter flieht auf der Hermannsteiner Straße –

Mit einem Messer bewaffnet erbeutete ein Räuber am Samstagabend (14.03.2020) einen Teil der Tageseinnahme aus einem Getränkemarkt in der Hermannsteiner Straße.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass sich der Unbekannte Zutritt zum hinteren Bereich des Marktes verschaffte. In einem nur für das Personal bestimmten Raum traf der Maskierte gegen 17.45 Uhr auf eine 24-jährige Mitarbeiterin. Mit einem Messer bewaffnet forderte er die Herausgabe von Bargeld. Die junge Frau übergab daraufhin eine bisher unbekannte Summe. Der Mann lief anschließend normalen Schrittes aus dem Markt und in Richtung Wetzlar davon.

Der Räuber war ca. 175 cm groß und sprach mit russischem Akzent. Er war mit einer Skimaske, einem dunklen Kapuzenpullover und einer schwarzen Jacke mit hellem Schriftzug im Schulterbereich bekleidet.

Wer kann Angaben zur Identität des unbekannten Räubers machen? Wem ist der Täter zur genannten Zeit am Getränkemarkt in der Hermannsteiner Straße aufgefallen? Hinweise erbittet die Wetzlarer Polizei unter Tel.: (06441) 9180.

Eschenburg-Wissenbach: Einbruch zielt auf Zigaretten –

Am frühen Montagmorgen (16.03.2020) suchten Einbrecher den Rewe-Markt in der Straße „Im Seifen“ auf. Gegen 03.00 Uhr verschafften sie sich gewaltsam Zutritt zum Markt. Blitzschnell griffen sich die Diebe eine bisher unbekannte Menge an Zigaretten und machten sich aus dem Staub. Die Aufbruchschäden liegen bei mindestens 5.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen und fragt: Wer hat die Täter heute Früh beobachtet? Wem sind zur genannten Zeit in diesem Zusammenhang in Wissenbach Personen oder ein schnell fahrendes Fahrzeug aufgefallen? Hinweise erbittet die Dillenburger Polizei unter Tel.: (02771) 9070.

Herborn: Randalierender Ehemann liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei –

Mit einer Blutentnahme sowie Anzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis endete für einen 49-jährigen Dillenburger der Sonntagmorgen (15.03.2020).

Gegen 10.40 Uhr fiel der Cliofahrer einer Herborner Streife in der Innenstadt auf. Der Fahrer ignorierte sämtliche Anhaltezeichen, fuhr mit etwa 100 km/h über die Austraße in Richtung Merkenbach. In Höhe des Autobahnzubringers touchierte er den Funkwagen. Anschließend führte die Fahrt wieder zurück in die Herborner Innenstadt und anschließend weiter auf die B277 nach Sinn. In Sinn beschleunigte er seinen Renault auf bis zu 130 km/h. Die Polizisten entschieden sich die Verfolgung wegen möglicher Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer abzubrechen. Auf der Landstraße zwischen Katzenfurt und Holzhausen verlor der 49-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen und verunglückte. Die Schutzleute nahmen den Dillenburger fest. Sein Alkoholtest brachte es auf 1,04 Promille. Er musste sich auf der Herborner Wache einer Blutentnahme unterziehen. Zudem kam raus, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Nach den polizeilichen Maßnahmen durfte der 49-Jährige die Polizeistation wieder verlassen.

Herborn: Pöbeleien, Beleidigungen und Bedrohungen / 20-Jähriger ausgenüchtert –

Nach Beleidigungen und Beschädigungen an einem Funkwagen, musste ein 20-Jähriger am Wochenende ausgenüchtert werden.

Die Streife der Herborner Polizei war am Samstagabend (14.03.2020) wegen Streitigkeiten unter Gästen zu einem Einsatz zu einer Gaststätte in der Mühlgasse ausgerückt. Die Situation war geklärt, einer der Beamten notierte sich noch die letzten Personalien, als ein Unbeteiligter telefonierend und alkoholisiert aus der Gaststätte kam. Nach dem Telefongespräch ging er zu dem Polizisten und sagte: „Halt mal mein Handy, ich muss die Nase putzen!“. Der Kollege lehnte ab und gab ihm den Tipp das Handy solange auf eine Mülltonne zu legen. Darauf reagierte der junge Mann mit: „Spast!“. Ob er richtig gehört habe, wollte der Polizist wissen, worauf sein Gegenüber deutlich hörbar sagte: „Spasti!“. Der Aufforderung seine Personalien wegen dieser Beleidigung zu nennen kam er nicht nach. Als die Polizisten seine Kleidung nach Dokumenten durchsuchen wollte, stemmte er sich gegen sich und riss sich los. Daraufhin legten ihm die Ordnungshüter Handschellen an. Da sein Ausweis in seiner Jacke in der Gaststätte steckte, einigte man sich diesen dort zu holen. Eine Gruppe von Bekannten des Mannes, die gemeinsam an einem Tisch saßen, verweigerten die Herausgabe der Jacke. Somit gingen die Polizisten mit dem Festgenommenen zurück auf die Straße und setzten ihn in den Funkwagen, um eine Personalienfeststellung auf der Wache durchzuführen. Jetzt kamen die Bekannten ebenfalls auf die Straße und versuchten offensichtlich die Polizeibeamten daran zu hindern mit ihrem Kumpanen davonzufahren. Inzwischen rastete der Festgenommene im Wagen komplett aus: Vom Rücksitz aus trat er zigfach mit beiden Füssen gegen eine Fondtür und die Scheibe, so dass sich das Blech deutlich nach außen verbog und der Türrahmen oben am Dach deutlich erkennbar abstand. Kurzerhand setzten sich die Ordnungshüter in den Wagen und fuhren in Richtung Dienstelle. Sofort setzte eine Schimpftirade gegen sie ein: Arschloch, Wichser, Spasti, Decksau, Bullenschweine, pädophile Bullen, Scheiß Staatsmacht, das wirst du bereuen, ich kriege euch, ich werde dich platt machen, ich schlage dich tot, ich schlage dir auf die Fresse, ich ficke deine Mutter und ich ficke dich! – wiederholte er unzählige Male auf dem Weg zur Wache.

Das Display des Alkoholtestes des 20-jährigen Herborners zeigte einen Wert von 1,99 Promille an. Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete eine Blutentnahme an. Neben dem Alkoholgrad, soll damit auch ein möglicher Drogenkonsum nachgewiesen werden.

Auch die hinzugerufenen Eltern des jungen Mannes schafften es nicht ihn zu beruhigen – die Beschimpfungen gegen die Polizisten gingen weiter.

Letztlich nüchterten ihn die Ordnungshüter aus und entließen ihn am nächsten Morgen aus dem Polizeigewahrsam. Auf ihn kommen Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung sowie Sachbeschädigung zu.

Guido Rehr, Pressesprecher

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