GI: Kripo warnt vor falschen Microsoftmitarbeitern


Landkreis Gießen:

In den vergangenen Tagen haben sich erneut Bürgerinnen und Bürger bei der Gießener Kriminalpolizei gemeldet und Anzeige erstattet, weil sie von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern angerufen worden sind. Die Polizei möchte dies zum Anlass nehmen, dringend vor der nicht neuen Betrugsmasche zu warnen.

Die Masche dabei ist eigentlich immer die gleiche. Die unbekannten Täter geben vor, der Computer sei von Viren befallen oder von „Hackern“ ausspioniert worden. Um die Angriffe abzuwehren, sollen die Betroffenen sensible Daten und Passwörter preisgeben. Oder sie werden am Telefon aufgefordert, eine Datei aus dem Internet herunterzuladen, um Zugriff auf den Rechner zu gewähren. In Wahrheit nutzen die Täter diese Informationen, um Geld von Konten abzuheben oder online Waren im Namen der Geschädigten zu bestellen. Der Schaden geht dabei oft in hohe vierstellige Euro-Summen.

Auch ein 66-jähriger Mann aus dem Landkreis Gießen musste letzten Monat eine ähnliche Erfahrung machen. Ein vermeintlicher Microsoftmitarbeiter gaukelte ihm vor, dass die Software von seinem Computer nicht mehr sicher sei. Auf Aufforderung gab das Opfer eine Tastenkombination ein, so dass der Unbekannte offenbar Zugriff auf seinen Computer erhielt. Darüber hinaus teilte der Mann dem Betrüger seine Kreditkartendaten mit und lud auf seinem Rechner sowie Mobiltelefon vermeintliche Sicherheitsprogramme runter. Inwieweit der Mann einen finanziellen Verlust erlitten hat, ist noch Bestandteil der Ermittlungen.

Daher warnt die Polizei erneut ausdrücklich:

Geben Sie keine Daten am Telefon preis!

Niemals würde ein Mitarbeiter von Microsoft von sich aus anrufen, eine Warnmitteilung auf einen Computer schicken oder eine Spezialsoftware zum Entfernen von Viren, Trojanern und anderen unerwünschten Programmen verkaufen.

Zudem rät die Polizei, Fremden niemals Zugriff auf seine digitalen Endgeräte wie PC, Tablet oder Handy zu geben.

Auch Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoverbindungen gehören nicht in fremde Hände.

Legen Sie im Zweifel einfach auf und wenden Sie sich bei Fragen an die örtlichen Polizeidienststellen!

Bitte geben Sie diese Warnung an Ihre Nachbarn und Freunde, insbesondere aber an ältere Menschen weiter.

Sabine Richter

Pressesprecherin

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