Frankfurt: Polizeiliche Bilanz der Feierlichkeiten rund um den Empfang des aktuellen Europa League Siegers

(hol) Am gestrigen Tag feierten mehrere zehntausend Menschen die Rückkehr der Siegermannschaft und somit auch des Europapokals nach Frankfurt. Dabei verteilten sich die Feiernden über das gesamte Stadtgebiet. Schwerpunkte bildeten die ausgewiesenen Veranstaltungsflächen rund um den Römerberg sowie vor allem auch die Strecke des Autocorsos der Titelträger.

Die Polizei war frühzeitig mit zahlreichen Einsatzbeamtinnen und -beamten im gesamten Stadtgebiet präsent, um den störungsfreien und friedlichen Verlauf dieser Großveranstaltung von Beginn an zu gewährleisten. Dabei legte sie ein differenzierendes und abgestuftes Einsatzkonzept mit kommunikativer Grundausrichtung zugrunde.

Schon vor dem Eintreffen der Mannschaft am Römer bewarfen vereinzelt Menschen aus der Menge heraus Polizistinnen und Polizisten mit Flaschen. Auch ein Fußtrupp der Rettungskräfte der Feuerwehr wurde mit Flaschen und zudem mit Pyrotechnik beworfen. Nachdem das Team der Eintracht auf dem Balkon des Römers gebührend gefeiert worden war, kam es im Bereich des Paulsplatzes zu massiven Angriffen auf die Polizei. Beamtinnen und Beamte einer Einheit wurden dabei besonders heftig mit Flaschenwürfen eingedeckt. Ersten Erkenntnissen nach handelte es sich zum Großteil nicht um offensichtliche Fußballfans, sondern um gewaltsuchende und gewaltbereite Jugendliche bzw. Heranwachsende. Die Polizei räumte diesen Bereich danach konsequent und verhinderte so weitere Angriffe bzw. Auseinandersetzungen. Sie nahm in der Folge acht Randalierer fest.

„Ich bin fassungslos, dass Gewalttäter diesen für uns alle schönen Anlass, der meiner Meinung nach ausschließlich Raum zur Freude gibt, dazu nutzen, meine Kolleginnen und Kollegen mit Flaschen und anderen Gegenständen zu bewerfen und so eine nicht unerhebliche Anzahl von ihnen verletzten“, sagte Polizeivizepräsident Björn Gutzeit.

„Ich möchte an dieser Stelle ein großes Lob an alle eingesetzten Beamtinnen und Beamten aussprechen. Vor allem durch ihr besonnenes, kommunikatives und offenes Auftreten und an gebotener Stelle schnelles sowie dann auch konsequentes Einschreiten haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die Situation nicht weiter eskalierte.“, so Gutzeit weiter.

Bei den Attacken wurden 24 Beamtinnen und Beamte verletzt. Die Verletzungen, bei denen es sich trotz der Massivität glücklicherweise vor allem um Prellungen im Lenden-/Genitalbereich handelt, wurden zum Großteil durch geworfene Gegenstände wie Flaschen, Dosen und Feuerwerkskörper verursacht. Die Verletzten konnten ihren Dienst fortsetzen.

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