Frankfurt: Frankfurter Polizei unterstützt Kiewer Kollegen mit Hilfsgütern

(dw) Ein Großkonvoi mit insgesamt 23 Fahrzeugen brachte am Wochenende etwa 30 Europaletten an Hilfsgütern an die ukrainische Grenze. 46 Personen – Polizisten und private Helfer – fuhren rund 48 Stunden, um die Hilfsgüter, wie zum Beispiel polizeiliche Schutzwesten, Schutzhelme, Handschuhe und Einsatzstiefel sowie 13 außer Dienst gestellte Einsatzfahrzeuge an ukrainische Polizeibeamte zu übergeben. Alles wurde in die Hauptstadt Kiew weitergeleitet.

Auch nach einem Monat ist die Betroffenheit über den Krieg in der Ukraine in der Frankfurter Polizei groß – und die Hilfsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ungebrochen. Bereits kurz nach Beginn des Krieges organisierten Frankfurter Kollegen über die private Hilfsorganisation „Bürger für Bürger e.V.“ als eigene Gruppe „Ukrainehilfe Birstein und Brachttal“ Hilfstransporte an die ukrainische Grenze.

Nachdem sich die humanitäre und militärische Lage in den letzten Wochen weiter zuspitzte und sowohl der ukrainische Generalkonsul in Frankfurt, Vadym Kostiuk, als auch der Kiewer Polizeipräsident um Unterstützung baten, zögerte auch die Behördenleitung des Polizeipräsidiums Frankfurt nicht lange und organisierte gemeinsam mit einer Vielzahl an freiwilligen Kolleginnen und Kollegen unbürokratische Hilfe.

Unterstützt durch das Hessische Innenministerium wurden in Kooperation mit dem Hessischen Polizeipräsidium für Technik (HPT) kurzerhand ehemalige Polizeifahrzeuge abgerüstet und mit weiteren polizeilichen Ausrüstungsgegenständen die Materialien zur Verfügung gestellt, die die Kiewer Kollegen in ihrem Alltag dringend benötigen. Darüber hinaus spendeten private Firmen und Institutionen unter anderem medizinisches Material zur Wund- und Traumaversorgung, Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe und -helme (Bauhelme) sowie weitere Gegenstände.

Durch das Engagement der Behördenleitung beteiligte sich alleine die Firma Engelbert Strauss GmbH & Co. KG mit 1000 Paar Sicherheitsschuhen, 1000 zivilen Sicherheitshelmen und 1200 Paar Handschuhen, die sie unentgeltlich zur Verfügung stellten.

Dazu erklärte Polizeipräsident Bereswill:

„Mein Herz blutet, wenn ich die Bilder aus der Ukraine sehe. Umso mehr möchte ich den Kolleginnen und Kollegen, den zivilen Helferinnen und Helfern sowie unseren Partnern aus Wirtschaft und Politik danken, dass sie diese großartige Aktion unterstützen. Ich bin froh, dass alle wohlbehalten wieder da sind.

Innenminister Peter Beuth führt weiter aus:

„Ich bin der hessischen Polizei für ihre Hilfe sehr dankbar. Ihr Engagement für die Polizei in der Ukraine ist Ausdruck der gelebten Solidarität unter Kollegen. Die Hilfsgüter sollen einen kleinen aber wichtigen Beitrag leisten, die Menschen in der Ukraine zu schützen und das Leid der Bevölkerung zu lindern. Hessen hilft, das ist unsere Botschaft an die tapferen Frauen und Männer, die sich dem Despoten Putin entgegenstellen. Mein besonderer Dank gilt allen hessischen freiwilligen Helfern, die diesen Hilfskonvoi ermöglicht und begleitet haben.

„Wir von der Ukrainehilfe „Birstein und Brachttal“ sind dankbar, dass wir diesen Hilfstransport mitorganisieren und durchführen durften. Durch persönliche Kontakte in die Ukraine hinein, auch zu Polizisten, wissen wir genau, wie prekär die Lage dort ist. Es ist gut zu sehen, wie viele Bürger, Institutionen und Firmen immer noch bereit sind, mit Spenden den Menschen in Not zu helfen. Das spornt an, weiter zu machen, denn der Bedarf in der Ukraine wird tatsächlich immer größer,“ sagt Christian Klas, einer der Organisatoren und Frankfurter Schutzmann.

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