Frankfurt-Gallus/Griesheim/Nied: Mann beleidigt Frau in Bahn rassistisch – Geschädigte gesucht

(em) Freitagnachmittag (25. Dezember 2020) hat ein 67 Jahre alter Mann eine Frau in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt. Diese stieg daraufhin verängstigt aus. Die Kriminalpolizei sucht nun nach weiteren Zeugen sowie der Geschädigten.

Gegen 15.45 Uhr stiegen ein 38-jähriger Zeuge und eine unbekannte Frau an der Haltestelle Birminghamstraße in die Straßenbahn der Linie 21 in Fahrtrichtung Hauptbahnhof ein. Die Frau setzte sich in den vorderen Teil der Straßenbahn, der Zeuge in den mittleren. Als die Dame kurz ihren Mundschutz nach unten zog, um etwas zu trinken, beleidigte sie plötzlich ein Fahrgast, welcher gemeinsam mit seiner Ehefrau in unmittelbarer Nähe saß. Es sollen Äußerungen wie „Kanake!“, „Hure!“ sowie „Man sollte sie verbrennen!“ gefallen sein. Der 38-Jährige eilte der Frau zur Hilfe, indem er zunächst versuchte den Täter zu beruhigen. Dieser hob jedoch plötzlich die Hand in Richtung der Frau, als wolle er sie schlagen.

Der 38-Jährige und zwei weitere Zeugen schritten sofort ein, um Schlimmeres zu verhindern. Daraufhin beleidigte der Mann auch die couragierten Fahrgäste. Die Frau verließ daraufhin völlig verängstigt an der Haltestelle „Linnegraben“ die Straßenbahn. Der 38-Jährige alarmierte die Polizei, welche an der Haltestelle „Schwalbacher Straße“ eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie der Beleidigung gegen den 67-jährigen Mann aufnahm.

Die Kriminalpolizei Frankfurt bittet die Frau, welche mutmaßlich Opfer einer Straftat geworden ist, sowie weitere Zeugen, sich unter der Telefonnummer 069-75553111 bei dem Kriminaldauerdienst oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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