HG: Tägliche Pressemeldung der Polizeidirektion Hochtaunus vom 26.10.2020

1. PKW vor Verkehrskontrolle geflüchtet, Königstein, Sodener Straße, Sonntag, 25.10.2020, 23:50 Uhr,

(pu)Ein 36-jähriger Motorradfahrer war in der Nacht von Sonntag auf Montag vor einer Verkehrskontrolle in der Sodener Straße (B8) in Königstein geflüchtet und nach einer mehrere Minuten dauernden Verfolgungsfahrt in Waldems verunfallt. Dabei war weder Sach- noch Personenschaden entstanden. Der Motorradfahrer war gegen 23:50 Uhr mit seinem Motorrad ohne Kennzeichen an einer stationären Verkehrskontrolle einfach vorbei- und dann weitergefahren. Er flüchtete über die B8 in Richtung Limburg, wobei er durch mehrere Streifenwagen verfolgt wurde. In Esch (Waldems) stürzte er bei dem Versuch zwischen zwei Blumenkübeln hindurchzufahren und konnte festgenommen werden. Dabei ergaben sich Hinweise darauf, dass er unter Drogeneinfluss stand. Außerdem konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen. Die Polizei in Idstein ermittelt nun u.a. wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz.

2. Versuchter Trickbetrug in Oberursel, Oberursel, Ruppertshainer Straße, Freitag, 23.10.2020, Nachmittag,

(pu)Am Freitagnachmittag erhielt ein 76-Jähriger aus der Ruppertshainer Straße in Oberursel einen Anruf einer angeblichen Polizistin. Mit einem Trick wollte sie ihn dazu bringen, Bargeld zu übergeben. Die Anruferin soll sich als Kriminaloberkommissarin aus Frankfurt vorgestellt haben. Sie soll weiter angegeben haben, dass die Tochter des Angerufenen einen Unfall gehabt habe, bei dem jemand ums Leben gekommen sei. Deshalb sei die Tochter nun bei der Polizei in Frankfurt und könne erst gegen eine Kaution von 18.000 Euro wieder freikommen. Der 76-Jährige durchschaute die Masche jedoch und die „echte“ Polizei ermittelt nun wegen versuchten Trickbetrugs.

In den letzten Wochen ist es im Bereich des Hochtaunuskreises zu mehreren ähnlichen Trickbetrügereien bei älteren Menschen gekommen. Aufgrund der neusten Fälle rät die Polizei zu erhöhter Vorsicht. Sollten sich Verwandte oder Bekannte melden, die die Auszahlung von Bargeld verlangen, ist eine Überprüfung der Angaben unbedingt erforderlich. Dazu können Familienangehörige, aber auch Nachbarn und Freunde zu Rate gezogen werden. Die Täter versuchen immer wieder Druck auf die Betroffenen auszuüben, um eine schnelle Auszahlung zu erwirken. In vielen Fällen erscheint dann eine Komplizin oder ein Komplize des Täters an der Wohnungstür, um das Geld in Empfang zu nehmen. Solche unbekannten Personen sollten niemals in die Wohnung gelassen, geschweige denn Bargeld an sie ausgehändigt werden. Die Angerufenen sollten in Verdachtsfällen unbedingt sofort die Polizei benachrichtigen, da das in den meisten Fällen die einzige Chance ist, die Täter festzunehmen. Umfangreiche Sicherheitstipps für Seniorinnen und Senioren hält die Polizei in der Broschüre „Der goldene Herbst“ für Interessierte bereit (siehe auch www.polizei-beratung.de).

3. Versuchte gefährliche Körperverletzung bei Nachbarschaftsstreit, Glashütten, Auf der Schmidtswiese, Samstag, 24.10.2020, 11:45 Uhr,

(pu)Ein 61-Jähriger soll am Samstagvormittag in Glashütten in der Straße Auf der Schmidtswiese versucht haben, seine 54-jährige Nachbarin mit einem Hochdruckreiniger zu verletzen. Die Dame soll zuvor das Grundstück des Nachbarn unerlaubt betreten und diesen auf seinen Umgang mit dem Hochdruckreiniger angesprochen haben. Daraufhin soll der Mann ersten Ermittlungen zufolge das Reinigungsgerät auf Gesicht und Körper der Dame gerichtet haben. Dabei wurde sie nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Die Bilanz des Nachbarschaftsstreites ist eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Zeugenaussagen werden durch die Polizeistation Königstein unter 06174/9266-0 entgegengenommen.

4. Mehrere Anzeigen nach Streitigkeiten, Weilrod, Im Grund und Weilstraße; Usingen, Weilstraße, Samstag, 17:30 Uhr bis 17:44 Uhr und 22:18 Uhr,

(pu)Im Bereich eines Lebensmittelmarktes in der Straße Im Grund in Weilrod kam es am Samstagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern, welche dabei beide verletzt wurden. Im Anschluss ergaben sich Hinweise auf mehrere weitere Straftaten. Gegen 17:30 Uhr wurden Beamte der Polizeistation Usingen darüber informiert, dass ein 28-Jähriger, der angeblich keine Fahrerlaubnis besitze, in einem schwarzen BMW herumfahre. Kurz darauf teilten mehrere Anrufer über Notruf mit, dass es in der Nähe des Lebensmittelmarktes eine Schlägerei gebe. Letztendlich ergaben sich aufgrund von Zeugenaussagen Hinweise darauf, dass der 41-jährige BMW-Fahrer mit dem 28-jährige ersten Anrufer in Streit geraten war. In diesem Zusammenhang habe er ihn zunächst mit Reizgas besprüht und dann mit einem Schlagstock angegriffen. Der 28-Jährige soll sich dagegen gewehrt und den BMW-Fahrer u.a. gegen den Kopf geschlagen haben. Beide wurden dabei nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt und mussten durch einen Rettungswagen vor Ort behandelt werden. Während der Sachverhaltsaufnahme ergaben sich außerdem Hinweise darauf, dass der BMW-Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Bei einer Durchsuchung des BMWs konnten das Reizstoffsprühgerät, sowie mehrere Betäubungsmittel aufgefunden werden. Der Teleskopschlagstock wurde durch einen Zeugen an die eingesetzten Beamten übergeben. Bei dem 28-Jährigen wurde im Anschluss eine Blutentnahme durchgeführt und er wurde entlassen. Noch am selben Abend gegen 22:18 Uhr wurde er erneut, mutmaßlich wieder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, durch eine Streife der Polizeistation Usingen am Steuer eines PKWs kontrolliert und erneut einer Blutentnahme unterzogen. Weiterhin konnten sowohl in dem nun von ihm genutzten grauen Audi, als auch in seiner Wohnung weitere Betäubungsmittel aufgefunden werden. Gegen den 28-Jährigen wurden mehrere Ermittlungsverfahren, u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, zweimal Fahren ohne Fahrerlaubnis, Besitz und Erwerb von Betäubungsmitteln und zweimal Führen eines Fahrzeuges unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln, eingeleitet.

Wenn Sie Zeuge der geschilderten Vorfälle geworden sind und noch nicht mit der Polizei in Kontakt standen, wenden Sie sich bitte an die Polizeistation Usingen unter 06081/9208-0.

5. Trunkenheitsfahrt mit Unfall, Königstein, Wiesbadener Straße, Freitag, 23.10.2020, 22:23 Uhr,

(pu)Unter Alkoholeinfluss soll ein 21-Jähriger am Freitag gegen 22:23 Uhr in der Wiesbadener Straße in Königstein einen Unfall mit hohem Sachschaden verursacht haben. Der junge Mann war mit einem schwarzen Seat-Leon die Wiesbadener Straße aus Richtung Königstein in Richtung Schneidhain gefahren. Nach einer Rechtskurve soll er ersten Ermittlungen zufolge ein vor ihm fahrendes Fahrzeug überholt haben und im Zuge des Überholvorganges nach links von der Straße abgekommen sein. Dort prallte der Seat-Leon gegen einen Baum. Dabei entstand ein Sachschaden von geschätzten 5000 Euro. Bei der anschließenden Unfallaufnahme wurde ein Atemalkohlwert von weit über einem Promille bei ihm festgestellt. Die Folge waren eine Blutentnahme und die Beschlagnahme seines Führerscheines.

Mögliche Zeugen des Unfalles, welche noch nicht mit der Polizei in Kontakt stehen, werden gebeten, sich unter 06174/9266-0 an die Polizeistation in Königstein zu wenden.

6. Unfallflucht in Bad Homburg, Bad Homburg, Schulberg, Samstag, 24.10.2020, 13:00 Uhr bis Sonntag, 25.10.2020, 12:45 Uhr,

(pu)Ein Schaden von ca. 2000 Euro entstand bei einer Unfallflucht in Bad Homburg im Schulberg zwischen Samstagmittag und Sonntagmittag. Dort hatte der 29-jährige Geschädigte seinen schwarzen Mercedes E 200 d am Samstag geparkt. Am Sonntag stellte er einen Schaden im Bereich der Stoßstange und des Kotflügels vorne links fest. Bislang liegen keine Hinweise zu dem Verursacher vor.

Wenn Sie Hinweise zu dem Unfallhergang oder dem Verursacher geben können, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Polizeistation Bad Homburg auf. Telefonnummer: 06172/ 120-0.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Westhessen – Wiesbaden
Konrad-Adenauer-Ring 51
65187 Wiesbaden
Pressestelle
Telefon: (0611) 345-1045/1041/1042