POL-OF: Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen von Freitag, 16.08.2019

Schutzfrau vor Ort

1. Mutter kommt zurück und zeigt Einsicht – Offenbach

(neu) Ganz offensichtlich erfolgreich waren die Beamten des 1. Polizeireviers bei einer erneuten „Elterntaxi-Kontrolle“ am Freitagmorgen an zwei Schulen in der Innenstadt. Eine Mutter, die ihr Kind zur Waldschule brachte, kam wenig später zurück und zeigte sich einsichtig. „Das ist genau unsere Absicht gewesen“, sagte der Leiter des 1. Polizeireviers, Michael Schmidt. „Uns geht es darum, dass Eltern erkennen, dass sie mit ihrem Verhalten mitunter andere gefährden und dass sie diesen Fehler einsehen.“ Schmidt schilderte, dass sich die etwa 30 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen direkt vor ihn stellte, obwohl er in Uniform unmittelbar neben dem Haltverbotsschild stand. Als die Mutter ihr Kind weggebracht hatte, führten beide ein längeres Gespräch, wobei der Polizist deutlich machte, dass der Wagen der Frau die Sicht auf Kinder am Straßenrand verdeckte. Dies kann zu gefährlichen Situationen führen, sowohl für die Kinder, die dort über die Straße zur Schule gehen wollen, als auch für ankommende Autofahrer, welche die Kleinen möglicherweise zu spät erkennen. Was kurz nach dem Gespräch passierte, freut den Ersten Hauptkommissar besonders, weil es längst nicht mehr alltäglich ist: Die 30-Jährige kehrte wenig später an die Kontrollstelle zurück und meinte zu dem Beamten: „Sie haben völlig recht – ich habe mich vorhin falsch verhalten und werde es nicht mehr tun“. Die Frau kam daher mit einer mündlichen Verwarnung davon. Ganz anders verhielt es sich bei einer Autofahrerin vor der Buchhügelschule. Da ganz offensichtlich kein freier Parkplatz vorhanden war, stellte sie ihren Wagen direkt auf eine Kreuzung, um ihr Kind zum Unterricht zu bringen. Hier mussten die Beamten einen Abschleppdienst kommen lassen. Auch wenn die Mutter vor dessen Eintreffen zurückkam, wird sie die nicht geringen Kosten der Leerfahrt wohl tragen müssen. Insbesondere in den kommenden 14 Tagen will die Polizei verstärkt vor den Schulen präsent sein und an die Einsicht der Eltern appellieren.

2. Offenbacher Polizei nimmt acht Verdächtige fest – Offenbach

(neu) Gleich acht Festnahmen vermeldet die Polizei in Offenbach im Zusammenhang mit einem aufgebrochenen und ausgeräumten Zigarettenautomaten in der Nacht zu Freitag. Zeugen in der Ottersfuhrstraße wurden gegen 1.35 Uhr durch den Lärm aufmerksam, der von einer etwa zehnköpfigen Gruppe ausging, die sich in Höhe der Hausnummer 26 an einem Zigarettenautomaten zu schaffen gemacht hatten. Mit Brechstangen und großen Schraubendrehern sollen sich die Verdächtigen an dem Gerät zu schaffen gemacht haben, um an den Inhalt zu gelangen. Ihnen gelang es zwar, vor dem Eintreffen der Polizei mehrere Zigarettenpäckchen einzustecken, allerdings konnten Zeugen die Fluchtrichtung und auch eine Beschreibung der Gruppe angeben. Die Beamten konnten im Bereich Michelsee mehrere Personen festnehmen, auf welche die Beschreibung zutraf. Sie wurden zur Wache gebracht und allesamt erkennungsdienstlich behandelt. Nun wird zu prüfen sein, ob die vorgefundenen Spuren an dem Automaten den Verdächtigen zugerechnet werden kann.

3. Passanten grundlos angepöbelt und beleidigt – Offenbach

(neu) Weil er am Freitagmorgen in der Offenbacher Innenstadt grundlos Passanten angepöbelt und zudem eine 15-Jährige sexuell beleidigt und leicht verletzt haben soll, ermittelt die Polizei nun gegen einen 40 Jahre alten Mann. Wie Zeugen gegenüber den Ordnungshütern angaben, soll der Verdächtige gegen 8.10 Uhr in der Mathildenstraße an einem Mülleimer gestanden haben und ohne erkennbaren Grund einen aggressiven Eindruck auf Passanten gemacht haben. Als die junge Offenbacherin an ihm vorbeiging, soll er ihr Beleidigungen hinterhergerufen und sie sogar ans Bein getreten haben. Beamte des 1. Reviers, die auf das Geschehen aufmerksam gemacht wurden, nahmen den 40-Jährigen wenig später fest.

4. Einladung zur Bürgersprechstunde der Polizei – Rodgau/Jügesheim

(aa) Am kommenden Mittwoch, 21.08.2019, findet zwischen 14 und 16 Uhr bei der Stadtverwaltung (Bürgerservice) in der Hintergasse 15 eine polizeiliche Bürgersprechstunde statt. Polizeioberkommissar Michael Böres steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu Fragen, die den Bereich öffentliche Sicherheit und Ordnung betreffen.

5. Der neue „Schutzfrau vor Ort“ heißt Tatjana Rasch – Langen

(aa) Zurück mit neuer Aufgabe: Tatjana Rasch ist jetzt „Schutzfrau vor Ort“ der Polizeistation Langen. Sie trat die Nachfolge von Bernhard Keller an, der vor kurzem in Ruhestand gegangen ist. Rasch war bereits von 1999 an für gut elf Jahre, darunter auch als Diensthundeführerin, bei der Polizeistation Langen und kennt daher ihren Dienstbezirk wie ihre Westentasche, zumal sie in den Jahren sowohl in Egelsbach als auch in Langen gewohnt hat. Heute lebt die 50-Jährige mit ihrem Sohn in Dreieich. Nach ihrer Zeit in Langen wechselte Tatjana Rasch für zwei Jahre als Funksprecherin zur Einsatzzentrale nach Offenbach und anschließend zur regionalen Ermittlungsgruppe West nach Dreieich, wo sie unter anderem als Sachbearbeiterin für Straftaten von Jugendlichen und Heranwachsenden tätig war. Nun kehrte Tatjana Rasch zu ihrer ersten Dienststelle zurück. Neben ihrer Hauptaufgabe als Tagesermittlerin, zum Beispiel im Bereich von Aufenthalts- und Ordnungswidrigkeitsermittlungen, steht sie nun zusätzlich als Ansprechpartnerin der Polizei zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen zur Sicherheit und Ordnung direkt an die Schutzfrau vor Ort wenden und sie anrufen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Betreuung von Kriminalitätsopfern. Bei Bedarf stellt Rasch auch Kontakt zu anderen Behörden, wie zum Beispiel Gericht oder Stadtverwaltung sowie Hilfseinrichtungen wie zum Beispiel dem WEISSER RING her. Tatjana Rasch sagte: „Aus meiner Zeit als Polizeihundeführerin bin ich tatsächlich noch einigen Bürgerinnen und Bürgern bekannt und bereits vielfach angesprochen worden. Daran möchte ich anknüpfen und meine Kontakte zu den Bewohnern aus Langen, Egelsbach und Dreieich ausweiten. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe.“

Polizeioberkommissarin Tatjana Rasch ist über die Wache der Polizeistation Langen unter der Rufnummer 06103 9030-0 zu erreichen.

Hinweis: Ein Bild von Tatjana Rasch ist dieser Meldung beigefügt.

6. Jugendliche lassen sich auf Garagendächern nieder – Dietzenbach

(neu) Weil sie wiederholt den Unmut der Anwohner im Gotenweg und der Arminiusstraße auf sich gezogen haben, ermittelt die Polizei jetzt in Dietzenbach gegen mehrere Jugendliche aus dem direkten Umfeld eines 15-jährigen Tatverdächtigen. Den jungen Leuten wird unter anderem Beleidigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen, weil sie sich in den letzten Wochen wohl unerlaubt auf Privatgrundstücken und sogar Garagendächern niedergelassen haben sollen, wo sie dann nach Zeugenaussagen ihren Müll zurückließen. Als sich jetzt einer der Anwohner bei den jungen Leuten über deren Verhalten beschwerte, sei er übel beschimpft und beleidigt worden, was nun zu der Anzeige führte. Da es dem Geschädigten gelang, die Situation zu fotografieren, hat die Polizei bereits erste Ansatzpunkte, um wen es sich bei den Verdächtigen handeln könnte. Die Ermittlungen dauern an. Wer das Treiben der Jugendlichen ebenfalls beobachtet hat, wird um Anruf auf der Dietzenbacher Wache unter der Rufnummer 06074 8370 gebeten.

7. Auf die Nase gefallen – Mühlheim

(neu) Weil sie mit ihrem Rad vermutlich entgegen der Einbahnstraße fuhr, ist am Donnerstagnachmittag eine 47 Jahre alte Radfahrerin mit einem Personenwagen zusammengestoßen und leicht verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war die Frau gegen 15.40 Uhr in der Offenbacher Straße entgegen der Fahrtrichtung Richtung Marktstraße unterwegs, wo ein 36 Jahre alter Hyundai-Fahrer einbiegen wollte. Da der Autofahrer vermutlich nicht mit der Radfahrerin gerechnet hatte, kam es zum Zusammenstoß, wobei die Velo-Fahrerin aufs Gesicht fiel und eine blutende Nase davontrug. Möglicherweise hätte bei ihr ein Fahrradhelm die Folgen des Sturzes gemildert. Vorsorglich kam sie zur Untersuchung in ein Offenbacher Krankenhaus. Gegen die Frau wurde Anzeige erstattet.

Bereich Main-Kinzig

1. Wer sah die Auseinandersetzung zweier Autofahrer auf dem Parkplatz? – Hanau

(aa) Die Kriminalpolizei sucht Zeugen einer Auseinandersetzung unter zwei Autofahrern, die am Dienstagnachmittag, gegen 17.05 Uhr, in der Dettinger Straße endete. Auf dem Netto-Parkplatz hielten ein grauer Ford Galaxy und ein anthrazitfarbener Fiat Van an. Der Ford-Lenker soll dem 62-jährigen Fiat-Fahrer eine Schusswaffe gezeigt haben. Anschließend sei der Galaxy in Richtung Innenstadt davongefahren. Der Fahrer war ein älterer Mann mit grauen Haaren und mit einem blauen Hemd bekleidet. Die Kripo erbittet Hinweise unter der Rufnummer 06181 100-123.

2. Hundegebell vertreibt Einbrecher – Hanau

(neu) Das Gebell von Hunden hat am Donnerstagvormittag in der Hanauer Innenstadt womöglich zwei Einbrecher vertrieben. Die Polizei warnt jetzt vor den Unbekannten, die mit einem silberfarbenen Mercedes unterwegs waren und sich durchaus noch in der Gegend aufhalten könnten. Zugleich bittet die Kripo Hanau um weitere Zeugenhinweise. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden gegen 10.30 Uhr am Krawallgraben ein Mann und eine Frau dabei beobachtet, wie sie offensichtlich versucht haben, in einem Mehrfamilienhaus Wohnungstüren zu öffnen. Doch bevor sie sich an der ersten Tür zu schaffen machen konnten, schlugen die „vierbeinigen Alarmanlagen“ an und vertrieben die Ganoven. Wenig später erreichte die Polizei eine ähnliche Meldung aus dem Bereich Tümpelgarten. Hier wurde zwar auch ein silberfarbener Mercedes gesehen, allerdings sprachen Zeugen von drei dunkelhaarigen Männern, die mit dem Wagen unterwegs waren. Einer der Unbekannten habe einen großen Schlüsselbund dabeigehabt. Auch wenn die Ganoven bislang wohl leer ausgingen, ruft die Polizei zu besonderer Wachsamkeit auf. Zeugen, die etwas zu den gesuchten Personen sagen können, werden um Anruf unter der Telefonnummer 06181 100-123 gebeten.

3. Schwerverletzter wegen mutmaßlichem Schaltfehler – Bruchköbel

(neu) Bei einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall ist am Donnerstagabend ein 46 Jahre alter Mann aus Nidderau vermutlich schwer an der Wirbelsäule verletzt worden. Der Zusammenstoß zweier Personenwagen dürfte aus Sicht der Polizei eine besondere Ursache haben. Ganz offensichtlich war die mutmaßliche Unfallverursacherin, eine 55 Jahre alte Frau aus Bruchköbel, mit einem 3er BMW unterwegs, der ein Schaltgetriebe hatte. Laut Eintrag in ihrem Führerschein hätte sie allerdings nur einen Wagen mit Automatikgetriebe fahren dürfen. Dies würde den möglichen Unfallhergang erklären, der ihr nun zum Vorwurf gemacht wird. Aus Sicht der Ordnungshüter kam sie mit der Bedienung ihres Wagens nicht klar und fuhr gegen 18.50 Uhr am Kreisverkehr Hauptstraße – Friedberger Straße auf einen grauen Skoda auf, an dessen Steuer der Nidderauer saß. Der Sachschaden wird mit rund 1.500 Euro angegeben.

4. Knapp touchiert und zweimal Totalschaden – Steinau an der Straße

(neu) Zwei aus Sicht der Polizei total demolierte Autos und ein Gesamtschaden von rund 22.000 Euro hat ein 35 Jahre alter Mann aus Schlüchtern bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Freitag in Steinau verursacht. Gegen 1.55 Uhr war der Fahrer eines braunen Peugeots in der Ringstraße unterwegs und wollte in Höhe der Hausnummer 8 an einem geparkten 5er BMW vorbeifahren. Ob der 35-Jährige aufgrund seiner Alkoholisierung den Seitenabstand falsch einschätzte, muss nun ermittelt werden. Jedenfalls prallte er mit derart hoher Wucht gegen den geparkten Wagen, dass nun beide Karossen vermutlich Schrott sind. Bei einem ersten Test an der Unfallstelle stellte die Polizei einen Wert von über 0,9 Promille bei dem mutmaßlichen Verursacher fest. Daher wurde eine Blutprobe angeordnet. Ob der Schlüchterner überhaupt im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, stand zunächst nicht fest. Dies herauszufinden, wird Teil des jetzigen Ermittlungsverfahrens sein.

Offenbach, 16.08.2019, Pressestelle, Rudi Neu

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Updated: 16. August 2019 — 17:57