UL: (GP) (HDH) Hattenhofen/Steinheim am Albuch – Die Polizei warnt vor angeblichen Microsoftmitarbeitern.

Ulm (ots)

Unbekannte gaben sich am Mittwoch in Hattenhofen und Steinheim als Mitarbeiter von Microsoft aus. Ein 52-Jähriger aus Hattenhofen und ein 55-Jähriger aus Steinheim erhielten zwischen 9 und 14 Uhr die Telefonanrufe. Die Männer am anderen Ende der Leitung gaben sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus. Unter einem Vorwand wollten die Anrufer Zugriff auf die Computer haben. In beiden Fällen wurde der Zugriff gewährt. Die Anrufer konnten auf Daten der Rechner zugreifen. Nachdem die Telefonanrufe nach längerer Zeit beendet waren, blieben die Computer der Angerufenen gesperrt. Sie müssen nun für viel Geld ihre Computer neu installieren. Ob weiterer Schaden entstanden ist, ist nicht bekannt.

Denn die Masche ist nicht unbekannt. Meistens melden sich angebliche Mitarbeiter von Softwareunternehmen. Mit der Installation eines Programms erhalten die Täter Zugriff auf den Computer. So können sie Daten ausspähen oder schädliche Programme installieren. Teilweise fordern sie für vermeintliche Leistungen eine Zahlung.

Deswegen mahnt die Polizei:

– Ermöglichen Sie Unbekannten keinen Zugriff auf ihren Computer.
– Geben Sie niemals am Telefon ihre Kontodaten oder Passwörter
weiter. Mitarbeiter von Banken oder anderen Serviceunternehmen
werden Sie niemals danach fragen. Bei solchen Anrufen legen Sie
am besten sofort auf.
– Sollten Sie auf Forderungen der Anrufer eingegangen sein,
informieren Sie sofort ihr Geldinstitut und erstatten Sie
Strafanzeige.
– Fachleute empfehlen nach einem nicht autorisierten Zugriff das
umgehende Ändern der Kennwörter für Ihre E-Mail-Konten,
Online-Banking und ggf. Online-Shops.
– Ändern Sie Ihre Kennwörter über einen anderen Computer.
– Überprüfen Sie Ihren Computer regelmäßig auf Schadsoftware.
+++++++ 421386 419854

Joachim Schulz, Tel. 0731/188-1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ulm
Telefon: 0731 188-0
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de

Updated: 7. März 2019 — 20:43