WHV: Schneller Fahndungserfolg für die Vareler Polizei – falscher Polizeibeamter in Untersuchungshaft – länderübergreifender Fahndungserfolg

Mit der Öffentlichkeitsfahndung eines zunächst unbekannten Geldabhebers gelang der echten Polizei in Varel in Kooperation mit der hessischen Polizei ein schneller Erfolg: Ein mutmaßliches Bandenmitglied konnte ermittelt und festgenommen werden.

Doch was war passiert?

Im Oktober 2022 erhielt eine Varelerin Seniorin einen Anruf eines falschen Polizeibeamten, der durch geschickte Gesprächsführung schließlich Bargeld und die Bankkarte samt dazugehörigen PIN erlangen konnte. Bei der anschließenden Verwertungstat konnte der Geldabholer gefilmt werden. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/5386745

Die gesicherten Fotos der Videoaufzeichnung wurden nach Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg und anschließendem richterlichen Beschluss veröffentlicht und ermöglichten damit der hessischen Polizei bei der eigenen Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers einen Tatzusammenhang zu dem Betrugsfall in Varel herzustellen. „Wir sind froh, dass sich die ältere Dame an uns gewandt hat“ lobt Falko Schaek (Ermittler beim Kriminal- und Ermittlungsdienst bei der Polizei in Varel) das Verhalten der Seniorin. „Durch das schnelle Alarmieren, konnten wir unsere ersten Maßnahmen schließlich sofort einleiten!“ Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 21-Jährigen, der sich nun als Bandenmitglied für Betrugsstraftaten zum Nachteil älterer Menschen verantworten muss. Seit seiner im Dezember in Wiesbaden erfolgen Festnahme sitzt er in Untersuchungshaft.

Ole Peuckert, Pressesprecher der Polizei Wilhelmshaven/Friesland gibt ergänzende Hinweise zur Verhinderung solcher Taten: „Trickdiebstahl in Wohnungen ist eine der häufigsten Straftaten, von der ältere Menschen betroffen sein können. Die Täter täuschen ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und zu stehlen. Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen: – das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert. – das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt – das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahelegt. Die Tricktäter sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. So denken sie sich immer neue „Schachzüge“ aus. Lassen Sie bitte keine Fremden in ihre Wohnung“.

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