BadBentheim: Achtung Bahnstrom – 15.000 Volt bedeuten Lebensgefahr!

Die Deutsche Bahn AG hat heute damit begonnen die Ausbaustrecke Oldenburg – Wilhelmshaven für Probefahrten unter Strom zu setzen. Die neuen Oberleitungen stehen ab jetzt unter einer Stromspannung von 15.000 Volt. Wird der Mindestabstand unterschritten, besteht Lebensgefahr!

Aus diesem Anlass warnt die Bundespolizei nochmal ausdrücklich vor den Gefahren durch Bahnstrom. Im Rahmen der Präventionsarbeit wurden heute an mehreren Stellen entlang der ausgebauten Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven jeweils große Banner zur Warnung vor den Gefahren Bahnstrom und von Gleisüberschreitungen angebracht. Insgesamt sieben Banner wurden in Rastede, Varel, Sande und Wilhelmshaven aufgehängt.

Die Gefahren, die von Stromleitungen ausgehen, werden oftmals völlig unterschätzt. Durch die Oberleitungen fließen 15.000 Volt. Das ist 65 Mal mehr als in den Steckdosen zu Hause.

Immer wieder bringen sich Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in erhebliche Gefahr. Bereits die Nähe zu einer Bahnoberleitung genügt für einen Stromüberschlag. Sie muss hierfür nicht berührt werden. Schon in einem Abstand von 1,5 Metern kann der Strom überspringen.

Strom ist in der Lage, die Luft zu überspringen und auf einem Lichtbogen über den Körper zur Erde zu gelangen. Der menschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Er ist in diesem Moment der leitende Gegenstand. Die Folgen sind starke bis tödliche Verbrennungen. Überlebende leiden oft ein Leben lang an den Verletzungen.

Auch Gegenstände und Flüssigkeiten verringern den Sicherheitsabstand zur Bahnoberleitung, leiten den Strom und können so die tödliche Stromspannung direkt in den Körper übertragen.

Wer mit einem Stock oder einem Draht von einer Brücke oder vom Boden aus die Bahnoberleitung zu berühren versucht, riskiert ebenfalls, einen lebensgefährlichen Stromschlag zu erleiden. Auch zum Beispiel Drachen in der Nähe von Gleisen fliegen lassen, kann gefährlich werden, denn auch sie können den Strom zu einem leiten. Gleiches passiert zum Beispiel auch, wenn man Wasser und Getränke auf die Oberleitung kippt oder auf die Oberleitung pinkelt.

Bundespolizei und Deutsche Bahn engagieren sich beide in der Aufklärung über Gefahren an Bahnanlagen und dem richtigen Verhalten an Bahnhöfen und Bahngleisen. Schulen und andere Bildungs- oder Jugendeinrichtungen aus dem Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim mit Interesse an einer Präventionsveranstaltung können zur Terminvereinbarung eine Nachricht an die E-Mail-Adresse bpoli.badbentheim.praevention@polizei.bund.de senden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
Pressesprecher
Ralf Löning
Mobil: 01520 – 9054933
E-Mail: bpoli.badbentheim.presse@polizei.bund.de