WHV: Amtsanmaßung und versuchter Betrug durch „Spoofing“-Anrufe

Unter der Rufnummer des Amtsgerichts in Wilhelmshaven kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Betrugsversuchen: Eine männliche Person gab sich als Mitarbeiter der Vollstreckungsabteilung des Amtsgerichts aus und bat um Zahlung eines Betrages von mehreren Hundert Euro, da ansonsten aufgrund eines dem Amtsgericht angeblich vorliegenden Vollstreckungsbescheides Vollstreckungsmaßnahmen erfolgen würden. Der Betrag sei geeignet, eventuelle Zwangsvollstreckungsmaßnahmen abzuwenden und von der Zahlung der Gesamtforderung zu befreien. Das Amtsgericht in Wilhelmshaven weist darauf hin, dass Forderungen solcher Art jedweder Rechtsgrundlage entbehren und keinesfalls durch ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen getätigt werden. Sofern Personen bereits Zahlungen geleistet haben, wird dazu angeraten, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Die Betrugsmasche „Call-ID-Spoofing“ bzw. „Anruf-Spoofing“ ist nicht unbekannt: Der Anrufer verwendet durch technische Manipulation absichtlich eine falsche Anrufer-ID, um die eigene Identität zu verschleiern. Die Polizei rät, am Telefon niemals sensible, persönliche Daten preiszugeben oder aufgrund eines Anrufes eine Überweisung zu tätigen. Das Gespräch sollte sofort beendet werden. Im Zweifelsfall sollte selbst bei der entsprechenden Behörde angerufen werden, um sich zu erkundigen.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland
Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215