VER: Polizei gibt Tipps zum Tag des Einbruchschutzes – Wachsame Nachbarschaft wirksamstes Mittel gegen Einbrecher

Einmal im Jahr findet der bundesweite „Tag des Einbruchschutzes“ statt, in diesem Jahr am 30. Oktober. Und obwohl die Fallzahlen im Landkreis Osterholz deutlich zurückgegangen sind, nimmt die Polizeiinspektion Verden/Osterholz diesen Tag zum Anlass, einige Tipps zur Abwehr von Einbrechern zu geben.

Während die Polizei im Landkreis Osterholz im Jahr 2021 insgesamt 98 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle registrierte, waren es fünf Jahre zuvor 420. Trotz der rückläufigen Zahlen ist weiterhin klar: Jede Tat ist eine zu viel. Nicht nur, weil der entstandene finanzielle Schaden für die Betroffenen schmerzhaft ist. Die psychische Belastung, die durch das Eindringen fremder Personen in die eigenen vier Wände entsteht, ist nicht zu unterschätzen und kann länger anhalten als der materielle Schaden.

Gerade in der dunklen Jahreszeit machen sich Einbrecher das frühe Einsetzen der Dunkelheit zunutze, um in Häuser und Wohnungen einzusteigen. Die Täter werden einerseits in der Dunkelheit schwerer entdeckt, andererseits erkennen sie leichter, ob jemand zu Hause ist. Hier hilft eine realistische Anwesenheitssimulation, zum Beispiel durch Zeitschaltuhren, die das Licht auch bei Abwesenheit ein- und ausschalten, oder auch durch das Öffnen und Schließen von Rollläden zur Tag- bzw. Nachtzeit. Natürlich ist es außerdem wichtig, Fenster und Türen ordnungsgemäß zu schließen. Ein „auf Kipp“ stehendes Fenster sehen Einbrecher oft als Einladung.

Der wohl wichtigste Faktor bei der Abwehr von Einbrechern ist und bleibt eine aufmerksame Nachbarschaft (, die man potenziellen Tätern durch den bekannten Aufkleber verdeutlichen kann/siehe Dateianhang). So begibt man sich nicht in Gefahr, handelt aber enorm effektiv, wenn man zum Beispiel unbekannte Personen, die sich verdächtig in der Nachbarschaft verhalten, freundlich fragt, ob man helfen könne. Kennzeichen verdächtiger Fahrzeuge sollten notiert und im Zweifel die Polizei gerufen werden.

Besondere Möglichkeiten ergeben sich bei Neubauten oder bei Renovierungsmaßnahmen. In diesen Fällen sollte man darauf achten, dass einbruchhemmende Fenster und Türen installiert werden. Zu nennen sind hier die DIN EN 1627 in der Widerstandsklasse RC 2 oder aber entsprechende Nachrüstelemente, zum Beispiel nach der DIN EN 18104 Teil 1 oder 2.

Wer noch mehr zusätzliche Sicherheit erlangen will, kann sich mit elektronischer Einbruchmeldetechnik vertraut machen. Erfahrungsgemäß greifen Täter Privatobjekte seltener an, die erkennbar mit wirkungsvoller Alarmtechnik gesichert sind. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.k-einbruch.de sowie unter www.polizei-beratung.de.

Persönliche und kostenfreie Beratung ist bei Joachim Kopietz, Beauftragter für Kriminalprävention in der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, erhältlich. Herr Kopietz ist unter 04231/806-108 erreichbar.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Verden / Osterholz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helge Cassens
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