ROW: ++ Schwerpunktkontrolle auf der A1: Großaufgebot von Polizei und Zoll kontrollieren 100 Fahrzeuge ++

Sittensen/ A1. Im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle zur Kriminalitätsbekämpfung kontrollierten in der vergangenen Freitagnacht 36 Beamtinnen und Beamte verschiedener Dienstzweige der Polizeiinspektion Rotenburg sowie benachbarter Polizeidienststellen und der Ausländerbehörde Rotenburg sowie der Hauptzollämter Bremen und Hamburg rund einhundert Kraftfahrzeuge mit insgesamt 229 Insassen, die auf der BAB 1 in Richtung Hamburg unterwegs waren. Hierzu wurden die Fahrzeuge auf das Gelände der Rastanlage Ostetal (Süd) geleitet. Dort standen entsprechende Fachkräfte von Polizei und Zoll, mit Diensthundeführern und Dokumentenprüfern sowie einer Mitarbeiterin vom Ausländeramt bereit.

Im Fokus der Kontrolle standen hierbei unter anderem Menschenhandel und Schleuserkriminalität, Einfuhr- bzw. Durchfuhrschmuggel von Betäubungsmitteln, das Verschieben entwendeter Kraftfahrzeuge sowie das Feststellen von Tätergruppierungen aus dem Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls.

Während der Kontrolle konnte in mehreren Fahrzeugen Rauschgift aufgefunden und beschlagnahmt werden. Die Beamten leiteten entsprechende Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Zwölf Kraftfahrzeugführer mussten auf Grund von Rauschmitteleinfluss eine Blutprobe abgeben. Für sie sowie vier weitere Reisende war die Fahrt am Kontrollort somit beendet, da sie unter anderem keinen gültigen Führerschein besaßen.

Bei einem deutschen Verkehrsteilnehmer staunten die Beamtinnen während der Verkehrskontrolle nicht schlecht, beim Sichten der Ladung entdeckten diese nämlich zwei illegale türkische Staatsbürger, welche sich dort zunächst auf der Ladefläche versteckt hielten. In diesem Fall ermittelt die Polizei gegen den Fahrzeugführer wegen Einschleusung von Menschen in die Bundesrepublik Deutschland. Zudem konnte im Laderaum des Sprinters noch ein entwendeter Bohrhammer der Firma Hilti aufgefunden und sichergestellt werden.

Knapp zehn polizeilich gesuchte Personen gerieten ebenfalls in den Fokus von Polizei und Zoll. Sechs Männer aus Albanien bekamen zudem die Auflage sich beim Ausländeramt zu melden, da der Verdacht bestand, dass sie sich ebenfalls illegal in Deutschland aufhielten. Ein Bremer konnte erst gegen Zahlung eines haftbefreienden Betrags von 800 Euro die Kontrolle als freier Mann verlassen – bei nicht Zahlung hätte er ins Gefängnis gemusst.

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Wybke Horstmann
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