OS: Kontrollwoche beendet – 820 Verstöße festgestellt

Die Polizeidirektion Osnabrück setzte in der letzten Woche -21. bis 27. März 2022- den Schwerpunkt auf überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit. Von den Ostfriesischen Inseln bis zum Teutoburger Wald fanden durch 158 Beamte verstärkt und zielgerichtet Verkehrskontrollen statt – 5660 Fahrzeuge wurden kontrolliert.

Insgesamt wurden 820 Verstöße festgestellt. Im Landkreis Osnabrück fuhr beispielsweise ein Motorradfahrer mit 207 km/h bei erlaubten 70 km/h. Im Bereich Bramsche hatte es ein Fahrzeugführer ähnlich eilig, bei erlaubten 50 km/h fuhr dieser satte 115 km/h. Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 – 70 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften, können mit 600 EUR Bußgeld, 2 Monaten Fahrverbot und 2 Punkten geahndet werden. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 70 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften, drohen 700 EUR Bußgeld, 3 Monate Fahrverbot und 2 Punkte. Bei wiederholten Verstößen drohen sogar höhere Werte.

Infolge nicht angepasster Geschwindigkeit kam es ebenfalls im Bereich Bramsche zu einem Verkehrsunfall mit einem Trecker samt Tankanhänger. Der Fahrzeugführer bog zu schnell mit seinem Traktor nach rechts in eine Straße ein, wodurch der Anhänger nach links zur Seite kippte. Dabei wurde der Tank aufgerissen und ca. 20 Kubikmeter Gülle wurden auf die Straße, in die Berme und in die Kanalisation gespült.

„Die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen hängt unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammen. Besonders die gravierenden Geschwindigkeitsverstöße haben wir im Blick“, so Laura-Christin Brinkmann Pressesprecherin der Polizeidirektion Osnabrück. „Raser und Drängler gefährden durch ihre aggressive Fahrweise ihre eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer“. Die Polizei empfiehlt innerhalb geschlossener Ortschaften einen Abstand von 15 Metern bei 50 km/h oder 3 Pkw-Längen. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt als Anhaltspunkt „halber Tachostand“ bei guten Sicht- und Straßenverhältnissen, bei 100 km/h also 50 Meter. Eine optische Unterstützung können die Leitpfosten bieten, deren Abstand 50 Meter (außerhalb geschlossener Ortschaften) beträgt. Trotz aller Empfehlungen und Vorgaben sollten Fahrzeugführer jede Verkehrssituation individuell beurteilen und den Abstand zum Vorausfahrenden wie auch die Geschwindigkeit den unterschiedlichen Wetterlagen anpassen.

Die Kontrollwoche fand im sogenannten RoadPOL-Verbund statt. Dieser stellt den Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der EU dar. Durch gemeinsame Aktionen sollen die europaweit häufigsten Unfallursachen bekämpft werden. Weitere offene und verdeckte Kontrollaktionen finden regelmäßig unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen statt.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Osnabrück
Laura-Christin Brinkmann
Telefon: 0541-327-1027
E-Mail: laura-christin.brinkmann@polizei.niedersachsen.de