AK NI: Polizei Niedersachsen künftig im Vorstand des „Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ vertreten

Bei der Vorstandswahl des „Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ ist am vergangenen Wochenende mit dem Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose, erstmals ein Vertreter der Polizeien des Bundes und der Länder überhaupt, in dieses Gremium berufen worden. Der Akademieleiter sieht die Berufung vor allem als Wertschätzung für das Engagement der Niedersächsischen Polizei, die Stärkung des demokratischen Selbstverständnisses in den eigenen Reihen zu institutionalisieren: „Durch meine Mitarbeit wird die Polizei als wesentliches Element unserer Demokratie eine Stimme erhalten, die dazu beiträgt, den breit angelegten Dialog zur Stärkung der freiheitlich-demokratische Grundordnung maßgeblich zu unterstützen.“

Die Niedersächsische Polizei hat sich der wichtigen Aufgabe verschrieben, sowohl im Rahmen der Aus- und Fortbildung von Polizeiangehörigen, als auch in Zusammenarbeit und in Projekten mit Akteuren der Zivilgesellschaft demokratiekompetenzstärkende Themen tiefer in der Gesellschaft zu verankern, um sich damit nach außen zu öffnen und auch das eigene Handeln transparenter zu machen. Der Verein gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. unterstützt in diesem Zusammenhang das landesweite Projekt „Strategiepatinnen und Strategiepaten für die Demokratie“ mit dem das Demokratiebewusstsein in den Reihen der Polizei weiter gestärkt wird und um damit auch zu helfen, das eigene dienstliche und gesellschaftliche Handeln besser reflektieren zu können.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hebt die Bedeutung der Mitarbeit in diesem Verein hervor: „Der Verein ´Gegen Vergessen – für Demokratie´ steht für eine klare Haltung zu unserer Demokratie und zu unserer Verfassung. Das gleiche gilt für die Polizei in Niedersachsen. Sie schützt die Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger. Diese Grundrechte und unsere Verfassung sind das Ergebnis der Lehren aus den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte. Es ist darum wichtig, dass an diese Jahre immer wieder erinnert wird, die Werte unserer Demokratie vital bleiben und alle Menschen in Deutschland immer wieder daran erinnert werden, wie wichtig das bürgerliche Engagement für diese Errungenschaften ist. Ich freue mich, dass sich Herr Rose als hochrangiger Vertreter der Polizei in Niedersachsen zukünftig in dem Verein einbringen darf.“

Der Schwerpunkt des 1993 gegründeten Vereins liegt in der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, dem Unrecht des SED-Regimes und verschiedenen Formen des politischen Extremismus. Er setzt sich ebenfalls für gesellschaftliches Engagement und politische Teilhabe ein. Der Vorstand trägt Ideen und Forderungen zu diesen Themenbereichen in die Politik. Vorsitzender des Vereins ist der Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D., Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andreas Voßkuhle; Bundespräsident a.D. Joachim Gauck ist Ehrenvorsitzender.

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