HI: Einsatz wegen Ruhestörung mündet in Widerstand und einer Ingewahrsamnahme

HILDESHEIM – (jpm) In der Nacht zu Freitag, 21.10.2002, ist ein Einsatz wegen einer Ruhestörung in einer Bar in der Wollenweberstraße eskaliert. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Ein 35-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen.

Gegen 01:45 Uhr wurde die Bar von Polizeibeamten aufgesucht, nachdem Anwohner sich über ruhestörenden Lärm durch Musik und Gäste vor dem Lokal beschwert hatten.

Erst nach mehrfacher Ansprache gab sich ein 35-jähriger Mann lautstark und aggressiv als Verantwortlicher der Bar zu erkennen. Der Aufforderung sich auszuweisen, kam er nicht nach und zeigte auch sonst keinerlei Kooperationsbereitschaft, sondern versuchte die Einsatzkräfte mit Gewalt aus der Bar zu drängen. Anweisungen Abstand zu halten, ignorierte er. Um die Situation in den beengten Räumlichkeiten nicht eskalieren zu lassen, begaben sich die Beamten mit dem Mann vor die Bar. Zwischenzeitlich wurden Unterstützungskräfte angefordert.

Doch auch draußen änderte sich an dem Verhalten des 35-Jährigen nichts. Er zeigte sich weiterhin hochaggressiv und distanzlos. Als er versuchte in Richtung des Kopfes eines Beamten zu schlagen, wurde er zu Boden gebracht, mit Handschellen fixiert und anschließend zur Wache verbracht, wo er den Rest der Nacht in einer Zelle verbrachte.

Gegen die Maßnahmen wehrte sich der 35-Jährige aktiv. Drei Beamte trugen dadurch leichte Verletzungen davon. Ferner wurden die eingesetzten Beamten von dem Mann durchgängig massiv beleidigt und bedroht.

Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren, u.a. wegen tätlichen Angriffs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.

„Das Verhalten, das der Mann gegenüber den Beamtinnen und Beamten an den Tag gelegt hat, ist für uns keinesfalls hinnehmbar und wird konsequent verfolgt. Der Einsatz wurde mittels Bodycam aufgenommen. So konnten die Handlungen gegen unsere Kolleginnen und Kollegen beweissicher dokumentiert werden. Gleichzeitig konnte dadurch das rechtsstaatliche und verhältnismäßige Vorgehen der Einsatzkräfte festgehalten werden“, sagt Jan Makowski, Pressesprecher der Polizeiinspektion Hildesheim

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