HK: Räderwerk: Zahlreiche Verstöße bei Überprüfungen von Betrieben im Heidekreis

Presseinformation der Polizeiinspektion Heidekreis v. 06.05.2023 Nr. 1

05.01./Räderwerk: Zahlreiche Verstöße bei Überprüfungen von Betrieben im Heidekreis

Heidekreis: Gleich zu Beginn des neuen Jahres wurde das Projekt Räderwerk im Heidekreis wieder aktiv. Am Donnerstag, 05.01.2023, ab 14:30 Uhr wurden 18 Objekte in Bad Fallingbostel, Soltau und Munster, darunter Autohändler, Frisör-, Gastronomie- und Glücksspielbetriebe überprüft.

Rund 90 Einsatzkräfte von Polizei, Zoll, Finanzbehörden, des Landkreises Heidekreis sowie der zuständigen Ordnungsämter agierten gemeinsam in dem Einsatz. Die Polizei des Heidekreises leistete dabei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei überwiegend Amtshilfe für den Zugriff und gewährleistete so eine sichere Kontrollsituation vor Ort. Für einen reibungslosen Ablauf wurde ein kleiner behördenübergreifender Führungsstab am Sitz der Polizeiinspektion Heidekreis eingerichtet.

Der Einsatz wurde durch die Abgeordnete der EU Lena Düpont und den Abgeordneten der Bremer Bürgerschaft Marco Lübke begleitet.

Während es an wenigen der überprüften Betriebe keine Beanstandungen gab, stellten die Ermittler der beteiligten Behörden bei den Kontrollen dabei an anderen Einrichtung wie einem Wettbüro gravierende Verstöße gegen Glückspielgesetze fest, welche letztendlich dazu führten, dass Spielautomaten sichergestellt wurden und dieser Betrieb seine Pforten schließen musste. Auch zwei Gastronomiebetreibern wurde u.a. wegen des Nichtbeachten von baurechtlichen Vorschriften der Weiterbetrieb vorläufig untersagt.

Insgesamt gab es 40 Identitätsfeststellungen, fünf Personen sowie eine Wohnung wurden durchsucht. Im Rahmen des Einsatzes konnten diverse steuerrechtliche, baurechtliche und lebensmittelrechtliche Verstöße festgestellt. Weiterhin stehen in einigen Fällen noch Auswertungen und Folgeermittlungen aus.

Die Maßnahmen wurden gegen 21 Uhr beendet und verliefen störungsfrei.

„Räderwerk“ steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in einem ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt neben der Rockerkriminalität ebenso gegen kriminelle Familienstrukturen konsequent vorzugehen. Die Kooperationspartner sind der Meinung, diesem Phänomen, das unter anderem durch Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten gekennzeichnet ist, offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle entgegenzutreten.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Heidekreis
Pressestelle
Frank Rohleder
Telefon: 05191/9380-104
E-Mail: pressestelle@pi-hk.polizei.niedersachsen.de