GS: Polizei Goslar warnt vor „WhatsApp-Betrugsmasche“

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In den letzten Wochen verzeichnete die Polizeiinspektion Goslar bereits rund 50 Fälle einer wiederauftretenden Betrugsmasche, die teilweise zu erheblichen finanziellen Schäden bei den Geschädigten führten.

Hierbei bewegen sich die Schadensummen derzeit meist zwischen ca. 1.000 und 5.000 Euro. Obwohl die Täter bei den meisten Versuchen nicht zum Erfolg kamen, konnten bei zehn Taten bisher über 20.000 Euro ergaunert werden.

Im Gegensatz zu anderen Betrugsformen, in denen meist fünfstellige Kautionen o.ä. gefordert werden, zielen die Betrüger beim WhatsApp-Betrug auf die Rechnungsbegleichung von vierstelligen Beträgen ab, was für die Geschädigten teilweise schwerwiegende finanzielle Folgen nach sich zieht.

Hierbei wird von den Tätern nicht die verbale, sondern die schriftliche Kommunikationsform über den beliebten Nachrichtendienst „WhatsApp“ oder auch per SMS bevorzugt.

Dieser Messenger wirbt seit längerem mit einer „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“. Viele der Anwender sind daher der irrigen Annahme, dass bei einer sicheren verschlüsselten Verbindung nichts schieflaufen kann.

Im Rahmen der Kontaktaufnahme geben sich die Täter in einem WhatsApp-Chat als Sohn oder Tochter der angeschriebenen Person aus und täuschen eine finanzielle Notlage vor. Die Kriminellen erklären ihre unbekannte Nummer beispielsweise mit einem angeblich verlorenen Handy oder einer defekten SIM-Karte. Gleichzeitig wird dazu aufgefordert, die alte Handynummer zu löschen.

Damit werden Nachfragen beim echten Angehörigen erschwert oder verhindert, um nachfolgend die zumeist bedingungslos vorhandene Hilfsbereitschaft der Eltern schamlos ausnutzen zu können.

Im weiteren Verlauf wird um Hilfe bei einer oder mehreren Online-Banküberweisungen gebeten. Versuche der Geschädigten, einen telefonischen Kontakt herzustellen, um die Angaben zu überprüfen, scheitern meist an vorgetäuschten Problemen mit dem Mikrofon am Handy des vermeintlichen „Sohnes“ bzw. der „Tochter“.

Viele der angeschriebenen Personen hinterfragten die Geschichte nicht und halfen mit zum Teil mehrere Banküberweisungen auf ein fremdes (u.a. ausländisches) Konto.

Ein typischer Chatverlauf ist im Anhang dargestellt.

Beachten Sie daher folgende Hinweise:

– Reagieren Sie nicht auf die Nachricht
– Überweisen Sie auf keinen Fall Geld ohne Rücksprache mit Ihren
Angehörigen
– Keine ‚Echtzeit-Überweisungen‘ durchführen
– Wenn Sie einen Betrug vermuten, sperren Sie bitte den Kontakt
und wenden Sie sich an Ihre lokale Polizeidienststelle
Ein Video zur dargelegten Thematik und weitere Informationen erhalten Sie hier:

Angebliche Whatsapp-Familien-Kontakte bitten erneut um Hilfe bei Überweisung

https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/betrugsmaschen-bei-whatsapp-check-deinen-kontakt/

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Goslar
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Brych, PK
Telefon: 05321/339104
E-Mail: pressestelle@pi-gs.polizei.niedersachsen.de