GÖ: (27/2023) Autobahn 7 nach massiver Fahrbahnverunreinigung weiterhin voll gesperrt – Ermittlungen zum Verursacher dauern an, Autobahnpolizei Göttingen geht ersten Hinweisen auf hellen Tanklaster nach

NORTHEIM/HANN. MÜNDEN (jk) – Im Zusammenhang mit der massiven Verunreinigung der A 7 durch eine unbekannte Substanz (siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/5411300, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/5411307, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/5411652) dauern die Ermittlungen der Autobahnpolizei Göttingen zum Verursacher an.

Die Autobahn in Fahrtrichtung Kassel (Hessen) ist seit Sonntagnacht (08.01.23) zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Hann. Münden-Lutterberg auf einer Gesamtlänge von rund 60 Kilometern für die umfangreichen und sehr aufwendigen Reinigungsarbeiten voll gesperrt. Die Verkehrslage auf den Umleitungsstrecken bleibt angespannt. Die Polizei empfiehlt, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.

Verursacher noch unbekannt – Autobahnpolizei geht ersten Hinweisen nach

Bei der Autobahnpolizei sind inzwischen einige Hinweise zum möglichen Verursacher eingegangen, die derzeit geprüft und abgearbeitet werden. Unabhängig davon werden weitere Zeugen gesucht und gebeten, sich zu melden. Die Wache der Autobahnpolizei ist 24/7 unter der 0551/491-6515 erreichbar.

Aufgrund der bislang eingegangenen Meldungen verdichten sich die Hinweise auf einen Sattelzug mit einem sehr hellem Tankauflieger mit seitlichem gelben Aufdruck als möglichen Verursacher. Die Insassen eines am Sonntagabend (08.01.23) auf der A 7 in Richtung Hann. Münden fahrenden PKW gaben an, gegen 23.10 Uhr in Höhe des Autobahndreiecks Drammetal zunächst eine „flockige“ Verunreinigung der Fahrbahn bemerkt zu haben. Wenig später habe man den besagten Tanklaster überholt und danach festgestellt, dass die Fahrbahn völlig sauber gewesen sei.

Ein weiterer Zeuge berichtete den Beamten davon, dass ein „LKW mit Tankauflieger“ zwischen 22.30 und 22.45 Uhr an der AS Northeim-Nord vorbeigefahren sei. Die Weg-Zeit-Berechnung legt den Verdacht nahe, dass es sich um dasselbe Fahrzeug gehandelt haben könnte. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Ermittlungsverfahren

Die Verunreinigung der Fahrbahn hat nach gegenwärtigem Stand bislang weder eine straf- noch eine ordnungswidigkeitenrechtliche Relevanz. Eventuell in Betracht kommende Straftatbestände, wie z. B. der Verdacht einer Umweltstraftat oder eine fahrlässige Gewässerverunreinigung, können zum jetzigen Zeitpunkt nicht begründet werden. Nach abschließender chemischer Analyse der wachsartigen Substanz werden die einschlägigen Tatbestände eventuell einer neuen rechtlichen Prüfung unterzogen.

Im Bereich der Ordnungswidrigkeiten könnten eine mangelnde Ladungssicherung oder aber die übermäßige Verschmutzung der Fahrbahn verwarn- bzw. bußgeldbewehrte Tatbestände verwirklichen. Für eine Verfolgung/Ahndung der Verstöße ist allerdings zwingend die Ermittlung des Fahrers Voraussetzung. Hinweise darauf, dass Klimaaktivsten für das Geschehen verantwortlich sein könnten, liegen nicht vor.

Presseauskünfte zu Reinigungsarbeiten

Für Presseauskünfte zum Stand bzw. Fortgang der Reinigungsarbeiten steht Herr Patrick Amrhein, Die Autobahn GmbH des Bundes, Mail: presse.nordwest@autobahn.de, zur Verfügung.

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Polizeiinspektion Göttingen
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