GÖ: (560/2022) Messengerbetrug jetzt auch über SMS – Polizei registriert mehrere Taten in Hann. Münden und Dransfeld, Präventioner Marko Otte rät zu besonderer Vorsicht!

HANN. MÜNDEN/DRANSFELD (jk) – Der Text ist eigentlich immer derselbe: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer. Die kannst Du Dir einspeichern! Schickst Du mir eine Nachricht auf WhatsApp? Danke!“

Auf WhatsApp sind Trickbetrüger schon länger unterwegs, wo sie – nicht nur – ältere Menschen frech belügen, um deren Geld zu erbeuten. Nun versuchen es die Abzocker vermehrt über SMS-Nachrichten. Die Ermittler der Polizei in Dransfeld und Hann. Münden haben aktuell mehrere Fälle auf dem Tisch und raten deshalb zu besonderer Vorsicht!

Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen, kennt die Masche genau. Der „Enkeltrick 2.0“ funktioniert über das Versenden von Textnachrichten.

„In den übersandten Nachrichten behaupten Betrüger, verwandt oder gut bekannt mit dem Opfer (=Empfänger) zu sein und in finanzieller Not zu stecken. Dann bitten die Täter um eine meist vier- bis fünfstellige Summe. Das Geld soll immer sofort überwiesen werden, um dem Opfer keine Zeit zum Nachdenken zu lassen. Die Kriminellen erklären ihre unbekannte Nummer mit einem angeblich verlorenen oder kaputten Handy. Gleichzeitig wird dazu aufgefordert, die alte Handynummer zu löschen. Damit werden Nachfragen beim echten Angehörigen erschwert oder verhindert“, so Otte.

Er rät: „Misstrauisch sein. Keinesfalls prompt Geld senden und sich nicht unter Druck setzen lassen. Keine ‚Echtzeit-Überweisungen‘ durchführen. Bitte auch nicht die unbekannte Nummer kontaktieren. Stattdessen die bisher bekannte Nummer wählen bzw. auf einen Anruf oder eine Sprachnachricht bestehen. Nur so können Sie überprüfen, ob es sich tatsächlich um den vermeintlichen Angehörigen oder Bekannten handelt. Wenn Sie einen Betrug vermuten, sperren Sie bitte den Kontakt und wenden Sie sich an Ihre lokale Polizeidienststelle“.

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