GF: Trickdiebstahl in Wohnung

Ende vergangener Woche klingelte es an der Tür einer 77-Jährigen. Eine Frau mit weißer Kleidung und einer Mund-Nasen-Bedeckung erklärte, sie sei Mitarbeiterin der Diakonie. Da die 77-Jährige tatsächlich von der örtlichen Diakonie-Station betreut wird, ließ sie die Frau hinein und schilderte ihre aktuellen Beschwerden. Die Unbekannte delegierte die ältere Frau ins Wohnzimmer und begann ein Gespräch. Nach einiger Zeit verabschiedete sie sich wieder.

Am Folgetag wuchsen bei der 77-Jährigen Zweifel an der Richtigkeit und sie rief in der örtlichen Diakonie-Station an. Dort erhielt sie die Information, dass am Vortag keine Mitarbeiterin bei ihr gewesen sei. Bei der Anschließenden Kontrolle der Wertsachen in der Wohnung wurde das Fehlen von über 500 Euro Bargeld festgestellt. Die Ermittlungen in diesem Fall hat die Polizei Meinersen übernommen. Nach derzeitigen Ermittlungen ließ die Täterin die Wohnungstür einen Spalt offen, sodass ein Mittäter unbemerkt in die Wohnung gelangen und nach Wertsachen suchen konnte.

Von solchen Trickdiebstählen in Wohnungen sind vorwiegend ältere Menschen betroffen. Die Varianten sind dabei vielfältig: Täterinnen und Täter täuschen Notlagen, offizielle Funktionen oder auch persönliche Beziehungen vor um in eine Wohnung zu gelangen.

Die Tipps der Polizei:

– Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Sie sind
grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet
einzulassen.
– Schauen Sie sich die Person vor dem Öffnen der Tür genau an, zum
Beispiel durch den Türspion oder das Fenster. Benutzen Sie die
Türsprechanlage.
– Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis.
– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde bzw. der Firma
an, von der die angebliche Amtsperson bzw. mitarbeite Person
kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus
oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.
– Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben
oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Rufen
Sie im Zweifel die Hausverwaltung an, ob alles seine Richtigkeit
hat.
– Lassen Sie sich auch bei angeblichen Notfällen, zum Beispiel
einem Rohrbruch, nicht drängen. Fragen Sie im Zweifel bei den
Stadtwerken, beim Gebäudemanagement oder bei Nachbarn
telefonisch nach.
Wichtig: Lassen Sie die Besucher währenddessen vor der verschlossenen Tür warten

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Gifhorn
Pressestelle
Christoph Nowak
Telefon: 05371/980-104
E-Mail: pressestelle@pi-gf.polizei.niedersachsen.de