POL-DH: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Verden und der Polizeiinspektion Diepholz


+ Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug im Zusammenhang mit Kanalreinigungsarbeiten / Durchsuchungen und Verhaftungen +

Am 20.07.2021 haben Polizei, Zoll und Steuerfahndung in einem von der Staatsanwaltschaft Verden geführten Ermittlungsverfahren insgesamt 30 Objekte in Niedersachsen, Bremen, NRW und Berlin durchsucht. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag in Niedersachsen und dort in den Landkreisen Nienburg und Diepholz. Bei den durchsuchten Objekten handelte es sich um Geschäfts- und Wohnanschriften mehrerer Beschuldigter. Eine eigens in der Polizeiinspektion Diepholz eingerichtete Ermittlungsgruppe hatte monatelange aufwendige Ermittlungen getätigt und schließlich mit der Staatsanwaltschaft Verden zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse und drei Haftbefehle erwirkt.

Den Beschuldigten wird gewerbsmäßiger Betrug in einer Vielzahl von Fällen zur Last gelegt. Sie sollen in unterschiedlicher Zusammensetzung im Zuge von Kanalreinigungsarbeiten tatsächlich nicht erforderliche Arbeiten ausgeführt und abgerechnet bzw. tatsächlich gar nicht erbrachte Arbeiten abgerechnet haben. Zudem besteht der Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht bzw. nicht korrekt abgeführt wurden. Gegenstand der Ermittlungen sind derzeit 19 Fälle. Die Schäden belaufen sich im Einzelfall auf einige hundert bis zu mehreren tausend Euro. Die Ermittlungen richten sich gegen 22 Beschuldigte im Alter von 20 bis 56 Jahren. Die beiden hauptbeschuldigten Männer im Alter von 56 bzw. 43 Jahren stammen aus dem Landkreis Diepholz bzw. dem Landkreis Nienburg.

Bei den Durchsuchungen konnte die Ermittlungsgruppe die beiden hauptbeschuldigten Männer und einen weiteren Beschuldigten verhaften.

Zudem konnten die rund 100 eingesetzten Beamten diverse Geschäftsunterlagen und Kommunikationsmittel (Laptops und Handys) sowie Bargeld in Höhe von über 200.000 Euro, eine scharfe Schusswaffe und drei Fahrzeuge (DB S-Klasse, G-Klasse und einen Sprinter) beschlagnahmen.

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