POL-DH: — Die Polizei warnt vor gefährlichen Eisplatten auf LKW-Dächern —

Gefährliche Eisplatten auf LKW-Dächern

Auf Lkw-Dächern können sich bei längeren Standzeiten größere Mengen Wasser und Schnee ansammeln. Wenn diese jetzt im Winter besonders über Nacht gefrieren, kann dies im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen führen.

„In Kurven oder bei schneller Fahrt lösen sich Schnee und Eisbrocken vom Dach und gefährden und behindern den nachfolgenden Verkehr“, warnt Andreas Müller, vom Präventionsteam der PI Diepholz. Außerdem können abfliegende Schneewolken und Eispartikel die Sicht behindern. Fahrzeuge könnten beschädigt und andere Verkehrsteilnehmer zu Ausweichmanövern gezwungen werden.

Egal ob Pkw oder Lastwagen – generell gilt: Im Straßenverkehr darf niemand behindert oder gar geschädigt werden. Deshalb ist der Fahrer vor dem Fahrtantritt verpflichtet, Auto oder Lkw von Schnee und Eis zu befreien, ansonsten begeht er eine Ordnungswidrigkeit. Bei Unfällen kann es sogar Probleme mit der Haftpflichtversicherung geben. Deshalb ist es wichtig, die Rechte und Pflichten als Fahrzeugführer zu kennen. Für Lkw-Fahrer und Berufskraftfahrer sind solche Themen beispielsweise auch Gegenstand von speziellen Fahrsicherheitstrainings. Nähere Informationen erhalten sie z. B. auf der Seite der Landesverkehrswacht Niedersachsen. (www.landesverkehrswacht.de/ratgeber/artikel-detail/schneelasten-und-eisplatten-auf-lkw-planendaechern/)

An vielen Autobahnraststätten stehen spezielle Gerüste zur Verfügung, von denen aus Lkw-Fahrer das Dach und die Planen ihrer Fahrzeuge erreichen können. Andernfalls müssen sie eine Leiter benutzen, um Schnee und Eis zu entfernen.

„Nachfolgende Fahrzeuge sollten im Winter generell einen großzügigen Sicherheitsabstand zu Lastwagen halten“, betont Andreas Müller und ergänzt: „Besondere Vorsicht gilt an Autobahnauffahrten oder Beschleunigungsstreifen. Wenn Lastwagen beschleunigen, ist das Risiko groß, dass sich noch auf der Plane liegende Schnee- und Eis Reste lösen.“

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Polizeiinspektion Diepholz
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Thomas Gissing
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