Cloppenburg – Mutmaßliche Einbrecherbande in Untersuchungshaft, vermutlich über 60 Taten in mehreren Bundesländern (mit Fotos)

In der Nacht auf vergangenen Samstag, 10. Oktober 2020, kam es in Bremen zu einer sorgfältig vorbereiteten Festnahme von drei männlichen Personen, die verdächtigt werden, zuvor einen Einbruch in eine Zahnarztpraxis im Landkreis Gifhorn verübt zu haben. Die anschließenden Durchsuchungen von Fahrzeugen und Wohnungen im Bereich Bremen führten zum Auffinden von mutmaßlichen Beweismitteln und potentiellem Diebesgut. Die Festnahmen und Durchsuchungen stellen den vorläufigen Höhepunkt intensiver, langwieriger Ermittlungen von Angehörigen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Oldenburg dar. Seit August 2020 wurde hier wegen einer Vielzahl von Einbrüchen in Zahnarztpraxen, Dentallabore und Apotheken gegen die zunächst unbekannte Bande ermittelt. Die Beamten und Beamtinnen deckten Taten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen auf, die nach derzeitigem Ermittlungsstand alle in Zusammenhang stehen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Tätergruppierung eine Serie von über 60 Taten anzulasten ist. Tatbetroffen waren u.a. Objekte in Friesoythe, Essen i.O., Barßel, Oldenburg, Meppen und Osnabrück. Hier war insbesondere das Emsland stark betroffen. Der angerichtete Schaden dürfte sich ersten Ermittlungen nach im hohen sechsstelligen Bereich befinden. Die aufwendigen Ermittlungen führten schließlich zu einer Gruppe von fünf Männern aus Bremen im Alter von 29 bis 40 Jahren. Sie stehen im Verdacht, in den Abendstunden oder zur Nachtzeit Zahnarztpraxen, Dentallabore und Apotheken aufgesucht zu haben und in diese eingebrochen zu sein. Hierbei legten sie besonderes Augenmerk auf dort vorhandenes Alt- oder Zahngold, Bargeld und Tresore. Vorgefundene Wertgelasse wurden vollständig entwendet und zu einem späteren Zeitpunkt gewaltsam geöffnet. Da der Verdacht bestand, dass ein Teil der zerstörten Tresore in einem Gewässer im Bereich Bremen entsorgt wurde, erfolgte am vergangenen Dienstag, 13. Oktober 2020, ein Einsatz von Polizeitauchern der Bereitschaftspolizei Niedersachsen. Die Taucher konnten dabei drei Tresore bergen. Die Ermittlungen zur Herkunft dauern an. Nach den Festnahmen vom vergangenen Samstag wurden die drei mutmaßlichen Serientäter zunächst ins Polizeigewahrsam nach Cloppenburg und Oldenburg verbracht. Noch am selben Tag wurden die Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg einem Haftrichter beim Amtsgericht Oldenburg vorgeführt. Dieser folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft an. Die drei Männer wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten verbracht. Es folgen nun weitere Ermittlungen zu mutmaßlichen Mittätern, Abnehmern von Diebesgut und Unterstützern.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta
Hendrik Ebmeyer, PK
Pressestelle
Telefon: 04471/1860-103
E-Mail: pressestelle@pi-clp.polizei.niedersachsen.de

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Updated: 17. Oktober 2020 — 6:13