CLP: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta

++ Aufklärungsquote auf konstant hohem Niveau ++ Neuer Fallzahlenrekord knapp verpasst ++ Trotz Anstieg weiterhin geringe Fallzahlen beim Wohnungseinbruch ++

„Unsere beiden Landkreise konnten sich erneut unter den Top 10 in ganz Niedersachsen platzieren, was die Wahrscheinlichkeit angeht Betroffener einer Straftat zu werden. Dies beweist einmal mehr, dass das Oldenburger Münsterland eine sichere und lebenswerte Region ist. Hierauf sind wir alle stolz.“ Andreas Sagehorn, Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta. Die Aussage bezieht sich auf die Häufigkeitszahl, welche beschreibt wie viele Straftaten auf jeweils 100.000 Einwohner anfallen. Hier konnte unter allen Landkreisen in Niedersachsen Cloppenburg den Platz 4 mit 4054 Taten (2018: Platz 2 mit 3865 Taten) und Vechta den Platz 7 mit 4569 Taten (2018: Platz 8 mit 4611 Taten) belegen. „Die steigenden Bevölkerungszahlen im Oldenburger Münsterland haben nur unwesentlich Einfluss auf die Fallzahlen und unsere Aufklärungsquote, die auf einem konstant hohen Niveau liegt“, ergänzte Markus Scharf, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes. Was die Fallzahlen angeht ist es in diesem Jahr leider nicht gelungen den historischen Tiefstwert der gesamten Inspektion aus dem letzten Jahr (2018: 12972 Taten) erneut zu unterbieten. 2019 waren es insgesamt in beiden Landkreisen insgesamt 13338 Taten, was einem Anstieg um 366 Taten bzw. 2,82 Prozent entspricht. „Einen neuen Tiefstand bei den Fallzahlen haben wir 2019 nur knapp verpasst. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Bevölkerungszahlen im Oldenburger Münsterland können wir dennoch zufrieden sein“, bewertete Andreas Sagehorn die Fallzahlen. „Trotz der leicht angestiegenen Fallzahlen insgesamt ist es uns gelungen die konstant hohe Ausklärungsquote nicht nur zu halten, sondern sogar zu steigern“, führte Markus Scharf an. Lag die Aufklärungsquote 2015 noch bei 59,06 Prozent, konnte sie bis 2018 kontinuierlich auf 62,44 Prozent gesteigert werden. 2019 erhöhte sich diese nochmals auf 62,60 Prozent. Andreas Sagehorn lobte: „Dieser positive Trend der letzten Jahre ist in erster Linie auf die akribische und engagierte Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen zurückzuführen, für die ich mich hiermit ausdrücklich bedanken möchte.“ Auf die Gesamtzahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion entfallen mit 34,03 Prozent (2018: 35,08 Prozent) die meisten Taten in den Bereich der Diebstahlsdelikte. An zweiter Stelle kommen mit 19,13 Prozent (2018: 18,69 Prozent) die sonstigen Straftaten, unter die beispielsweise Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Hausfriedensbruch fallen. Es folgen mit 18,83 Prozent (2018: 18.89 Prozent) die Vermögens- und Fälschungsdelikte, sowie mit 17,11 Prozent (2018: 16,67 Prozent) die Rohheitsdelikte. Einen leichten Anstieg um 31 Taten musste man im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls feststellen: In 2019 kam es zu 224 Fällen (2018: 193 Fälle). Hiervon blieben 85 Taten (2018: 62 Taten) im Versuchsstadium stecken. Das bedeutet eine Steigerung der gescheiterten Einbrüche auf 37,95 Prozent (2018: 32,12 Prozent). „Die Steigerung im Bereich der gescheiterten Einbrüche zeigt, dass das präventive Beratungsangebot der Polizei fruchtet und die Menschen ihre Häuser immer besser gegen solche Taten schützen“, schlussfolgerte Scharf. Sagehorn fügte hinzu: „Außerdem konnte die Aufklärungsquote in diesem Bereich um 4,92 Prozent gesteigert werden. Ein weiterer Beweis für die gute Arbeit der ermittelnden Kolleginnen und Kollegen und Einsatz- und Streifendienste.“ Bei den Rohheitsdelikten hat die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta einen geringfügigen Anstieg zu verzeichnen. Im Jahr 2019 kam es zu 2282 Taten in diesem Bereich (2018: 2162 Taten). Dies entspricht einer Steigerung um 120 Taten. Erfreulicherweise liegt die Aufklärungsquote mit 92,11 Prozent (2018: 92,04 Prozent) weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Anzahl der Cybercrime-Delikte (Internet-/Computerkriminalität) ist mit 921 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (2018: 890). Dies entspricht einem Anstieg um 31 Taten. Die Aufklärungsquote liegt mit 85,45 Prozent auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2018 (85,28 Prozent). Insgesamt ist in diesem Deliktsfeld aufgrund des noch immer sehr geringen Anzeigeverhaltens und zahlreicher Tatorte im Ausland von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Im Jahr 2019 wurden bei der PI Cloppenburg/Vechta 6.633 Tatverdächtige ermittelt (2018: 6406). Bei 2011 Tatverdächtigen hat es sich um Nichtdeutsche gehandelt. Dies entspricht einem Anteil von 30,32 Prozent (2018: 29,52 Prozent). Unter den Tatverdächtigen waren 242 Kinder (2018: 242) und 696 Jugendliche (2018: 608). 887 aller Tatverdächtigen standen bei der Tatausführung unter Alkoholeinfluss. Dies entspricht einem Anteil von 13,37 Prozent (2018: 13,85 Prozent).

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Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta
Hendrik Ebmeyer, PK
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