HZA-BS: Zollbeamte decken Kurierfahrt auf der BAB 2 bei Watenbüttel auf und finden 3,5 Kilogramm Ecstasy – gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei

BAB 2/ Anschlussstelle Brauschweig-Watenbüttel: Am Vormittag des 21.12.2022 unterzogen Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen des Hauptzollamtes Braunschweig eine niederländische Limousine auf der Autobahn 2 auf einem Parkplatz an der Anschlussstelle Braunschweig-Watenbüttel einer verdachtsunabhängigen Kontrolle.

Die 26-jährige Fahrerin und ihr 48-jähriger Beifahrer gaben an, nach Polen unterwegs zu seien. Außerdem hätten die beiden gegenüber dem Zoll nichts anzumelden.

Die beiden Fahrzeuginsassen verhielten sich während der Kontrolle äußerst nervös und als die Beamten weiße Pulverrückstände auf einem Tablet sowie einem Navigationsgerät entdeckten, entschieden sich die Zöllner dazu, einen Drogenwischtest durchzuführen. Dieser Test fiel positiv hinsichtlich Amphetamin und Kokain aus. Aufgrund des Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln wurde die Autobahnpolizei Braunschweig hinzugezogen.

Im Zuge der weiteren Kontrolle des Fahrzeugs fiel den Zöllnern ein Sofakissen auf der Hutablage auf. Dieses Kissen war nicht nur ungewohnt fest und schwer, sondern wies auch noch Nähte auf, die provisorisch erschienen. Beim Öffnen des Kissens kamen mehrere verschweißte Tüten mit Tabletten, mit einem Gewicht von etwa drei Kilogramm Inhalt, zum Vorschein. Ein Drogenwischtest reagierte auch hierbei positiv auf Amphetamin und der Verdacht von Ecstasy-Tabletten erhärtete sich. Außerdem wurde ein Rauschgiftspürhund des Hauptzollamtes Magdeburg angefordert, welcher in einem Koffer ein weiteres Päckchen mit etwa 500 Gramm Ecstasy-Tabletten finden konnte, welches im Ärmel einer Männerjacke eingewickelt war. Im Handschuhfach wurde zudem im unmittelbaren Zugriffsbereich ein Messer gefunden.

Während der Kontrolle bekannte sich der Beifahrer zu den Drogen im Kissen, woraufhin er vorläufig festgenommen wurde. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich jedoch zunehmend und er klagte über Atemnot und Kreislaufbeschwerden. Die anwesende Polizeistreife verständigte einen Rettungswagen, welcher anschließend einen Notarzt hinzuzog und den Beifahrer unter Begleitung der Polizeibeamten in ein Klinikum nach Braunschweig brachte. Die Fahrerin wurde in Polizeigewahrsam nach Braunschweig verbracht.

Die 26-Jährige sowie ihr 48-jähriger Mitfahrer wurden am Donnerstagvormittag, dem 22.12.2022, dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen beide einen Untersuchungshaftbefehl wegen gemeinschaftlicher Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erließ.

Die Beweismittel wurden zunächst an das Zollfahndungsamt Hannover – Dienstsitz Bremen übergeben. Die weiteren Ermittlungen im Strafverfahren führt der Zentrale Kriminaldienst der Polizei Gifhorn unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim fort.

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