HWI: Telefonbetrüger im Landkreis weiterhin aktiv

Die Polizeiinspektion Wismar warnt aus aktuellem Anlass erneut vor Trickbetrügern. Gestern nahmen die Polizeidienststellen in Nordwestmecklenburg acht Strafanzeigen im Zusammenhang mit Trickbetrug auf. Seit gestern Morgen meldeten sich sieben Senioren und teilten mit, von Unbekannten in betrügerischer Absicht angerufen worden zu sein. In fünf Fällen davon gaben sich die Anrufer als Verwandte, zumeist Enkel, Neffe oder Nichte, aus und täuschten unterschiedliche Szenarien vor, für die sie unbedingt hohe Bargeldsummen benötigen würden. So verlangten die Täter Summen in Höhe von mehreren 10.000 EUR wegen z. B. angeblich verursachter Verkehrsunfälle, aktuell stattfindenden Zwangsversteigerung oder für Autoreparaturen. In allen hier bekanntgewordenen Fällen blieben die Täter erfolglos. Ebenfalls keinen Glück hatten Trickbetrüger bei zwei Senioren mit der Masche sogenannter falscher Gewinnversprechen. Die potentiellen Opfer ließen sich nicht von den in Aussicht gestellten hohen Gewinnsummen beeindrucken und informierten die Polizei.

Erfolgreich hingegen waren Telefonbetrüger gestern Abend bei einer Tankstelle im östlichen Teil des Landkreises. Gegen 19:30 Uhr hatte dort ein Mann angerufen und einer Mitarbeiterin geschildert, dass er beauftragt sei, eine neue Software auf dem Kartenlesegerät des Shops zu installieren. Mit geschickter Gesprächsführung, unter Benennung des Namens der dortigen Geschäftsführung mitsamt dessen Telefonnummer, konnte der Mann die Tankstellenmitarbeiterin von der „Richtigkeit“ seines Anliegens überzeugen. Hinzu kam, dass sich ein zweiter Anrufer mit vorgetäuschter Mobilrufnummer der Geschäftsleitung meldete und die Angaben des Ersten bestätigte. In der Folge brachten die Täter die Mitarbeiterin dazu, Codes von Google-Play-Karten im Wert von 900 EUR zu übermitteln. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges ein.

Die Polizei rät:

Seien Sie misstrauisch, wenn angebliche Verwandte am Telefon vorgeben in einer finanziellen Notlage zu sein und um hohe Geldbeträge bitten. Ziehen Sie in solchen Fällen Personen Ihres Vertrauens oder die Polizei hinzu. Jüngere sollten Senioren in ihrer Umgebung mit dem Phänomen des Enkeltrug und anderen Trickbetrügereien vertraut.

Bezahl- bzw. Cash-Codes: Geben Sie entsprechende Codes keinesfalls am Telefon weiter. Denn wer die Codes hat, hat das Geld. Informieren Sie bei derartig dubiosen Anrufen die Polizei.

Weitere Hinweise und Tipps zum Thema Trickbetrug finden Sie auch im Internet auf der Seite der Polizei-Beratung: www.polizei-beratung.de

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wismar
Pressestelle
Jessica Lerke, Axel Köppen
Telefon1: 03841/203 304
Telefon 2: 03841/203 305
E-Mail: pressestelle-pi.wismar@polizei.mv-regierung.de
http://www.polizei.mvnet.de

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Updated: 1. Juli 2020 — 14:51