HH: 221116-4. Verdacht des Betäubungsmittelhandels im größeren Stil – vier Zuführungen

Tatzeitraum: 25.10.2022 bis 15.11.2022

Tatort: Hamburger Stadtgebiet

Ermittler des Drogendezernats (LKA 62) haben gestern vier Wohnungen und drei Friseursalons im Hamburger Stadtgebiet durchsucht und fast zehn Kilogramm Marihuana sichergestellt. Vier Männer wurden dem Haftrichter zugeführt.

Intensive Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur zweier 37-und 40-jähriger Deutscher geführt, die offenbar gemeinsam eine postalische Einfuhr von Marihuana aus Österreich nach Hamburg organisiert hatten. Nachdem gestern mehrere Pakete in einem Eilbeker Friseursalon zugestellt worden waren, trafen die Tatverdächtigen sich dort mit zwei weiteren mutmaßlichen Drogenhändlern (29, 37), teilten das Rauschgift nach bisherigen Erkenntnissen unter sich auf und verließen das Geschäft wieder. Im Anschluss daran nahmen Beamte der Beweissicherung- und Festnahmeeinheit (Landesbereitschaftspolizei 5) den 37-jährigen Hauptverdächtigen zusammen mit dem 29-jährigen Deutschen im Bereich des Hamburger Hauptbahnhofs vorläufig fest. Bei beiden Männern stellten die Beamten Mobiltelefone, hochwertige Armbanduhren sowie insgesamt rund 2.500 Euro Bargeld sicher. Weiterhin nahmen Beamte einer Spezialeinheit (MEK) den zweiten 37-Jährigen in Bahrenfeld vorläufig fest. Der türkische Staatsangehörige führte zwei Kartons mit insgesamt 8,9 Kilogramm Marihuana im Kofferraum seines Autos mit sich. Den 40-jährigen Hauptverdächtigen nahmen ebenfalls MEK-Beamte in Begleitung zweier weiterer Männer in Langenhorn vorläufig fest. Da es Hinweise darauf gab, dass einer seiner Begleiter, ein 40-jähriger Deutscher, Drogen von ihm erhalten haben dürfte, wurde dessen Wohnung in Langenhorn von den Ermittlern durchsucht. Hierbei beschlagnahmten sie unter anderem einen Karton mit einem Kilogramm Marihuana. Der Mann wurde, genau wie der zweite Begleiter, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Im weiteren Verlauf durchsuchten die Polizisten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnanschriften der übrigen Tatverdächtigen sowie drei von dem 37-jährigen Hauptverdächtigen betriebene Friseursalons in Eilbek. Während die Beamten in den Wohnungen der Männer keine weiteren Beweismittel auffanden, stellten sie in dem Friseursalon, in den das Rauschgift nach den bisherigen Erkenntnissen geschickt worden war, 7.300 Euro mutmaßliches Dealgeld sicher. In einem weiteren Salon fanden die Polizisten 50 Gramm Marihuana und 320 Euro mutmaßliches Dealgeld.

Die Kriminalbeamten führten die vier Tatverdächtigen einem Haftrichter zu.

Die Ermittlungen des Drogendezernats und der Staatsanwaltschaft dauern an.

Ka.

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