FW-HH: Brennenden Industrieschornstein einer Müllverwertungsanlage erfolgreich gelöscht

Abschlussmeldung zu Auftrag Nr.4831170 – Feuerwehr Hamburg bekämpft Brand in einem 70 Meter hohen Schornstein

25.08.2022, 23:43 Uhr, Hamburg Billbrook, Feuer 3 Löschzüge, Borsigstraße

Nachdem es am vergangenen Donnerstag in der Nacht zu Freitag in einer Müllverwertungsanlage im Stadtteil Billbrook zu einem Feuer in einem Gebäudekomplex und einem angrenzenden Industrieschornstein gekommen war, wie bereits berichtet (OTS Nr.4831170), hat die Feuerwehr Hamburg die umfangreichen Löscharbeiten am Samstagmittag beendet.

Zuvor haben Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr gemeinsam mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in einem personal- und zeitintensiven Einsatz fast 60 Stunden unermüdlich den Brand, der auch in und an der Verkleidung des rund 70 Meter hohen Schornsteins gelöscht werden musste, erfolgreich bekämpft. Dort waren Isoliermaterial und Verkleidungsteile in Brand geraten. Neben Drehleitern, dem Teleskopmastfahrzeug TMF53 und dem Feuerwehrkran mit Arbeitskorb wurde auch der Spezialkran eines Fachbetriebes eingesetzt, um die Einsatzkräfte mit Löschrohren und einem Hochdruckwasserschneid- und Löschgerät (Cobra-Löschsystem) zu den Brandherden in schwindelerregender Höhe zu bringen. Hierbei wurden die Löschteams von einer Werkfeuerwehr aus Brunsbüttel mit Speziallöschgerät unterstützt. Intensive Nachlöscharbeiten und eine permanente Kontrolle der Isolierverkleidung des Schornsteins mit Hilfe von Wärmebildkameras und Fernthermometern machten einen mehrmaligen Austausch der ehrenamtlichen und Hauptberuflichen Einsatzkräfte notwendig.

Durch die Rauchgase entstand lediglich eine temporäre lokale Geruchsbelästigung. Eine Gefahr für die Bevölkerung durch Brandgase bestand nicht. Dies wurde durch den Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg in Abstimmung mit Vertretern der Umweltbehörde BUKEA überwacht.

Auch nachdem der Einsatzleiter am Samstagmittag „Feuer aus“ vermelden konnten, verblieb noch eine sog. Brandwache vor Ort und führte in regelmäßigen Abständen Kontrollen der Brandstellen durch. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle dem Landeskriminalamt für weitere Ermittlungen zur Brandursache übergeben.

Insgesamt waren in der Einsatzspitze rund 150 und in der Folge weitere einhundert Einsatzkräfte mit diversen Lösch- und Sonderfahrzeugen rund um die Uhr vor Ort im Einsatz.

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