HH: 220622-2. Polizei stellt mutmaßliche Räuber auf Motorrollern

Tatzeiten: a) 19.06.2022, 01:30 Uhr, b) 20.06.2022, 03:40 Uhr; Tatorte: a) Hamburg-Blankenese, Blankeneser Bahnhofstraße, b) Hamburg-Bahrenfeld, Kühnehöfe

Am frühen Montagmorgen haben Polizisten drei Minderjährige gestellt, die verdächtig sind, gemeinsam zwei schwere Raubdelikte begangen zu haben. Bei ihren Tatbegehungen kam es auch zum Einsatz von Schusswaffen.

a) Zunächst war es in der Nacht zu Sonntag zu einem versuchten Raubdelikt unweit des S-Bahnhofs Blankenese gekommen. Ein auf zwei Motorrollern fahrendes mutmaßliches Quartett hatte sich dem 21-jährigen Geschädigten genähert und von ihm die Herausgabe seines Handys und seines Bargelds gefordert. Einer der Täter hatte ihn dabei mit einer Schusswaffe bedroht und damit auch an seinem Kopf vorbeigeschossen. Es kam daraufhin zu einer tätlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Täter ohne Beute flüchteten. Der Geschädigte erlitt eine blutende Verletzung an der Lippe. Die Polizei erhielt erst verspätet Kenntnis von der Tat.

b) In der Nacht zu Montag wurden zwei 21 und 22 Jahre alte Männer in Bahrenfeld gemeinsam Opfer eines Räubertrios. Auch in diesem Fall fuhren die Täter auf zwei Motorrollern. Die Geschädigten wurden mit Schusswaffen und einem Schlagring bedroht und auch hier kam es zur Abgabe mehrerer Schüsse. Die Täter erbeuteten ein Handy und eine Bauchtasche und flüchteten vom Tatort. Einer der zwei Männer wurde durch den Einsatz des Schlagrings an der Schläfe verletzt.

Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen nahmen Einsatzkräfte der Polizei noch in Tatortnähe zwei 16-jährige Deutsche auf einem Motorroller vorläufig fest. Sie fanden bei ihnen eine Schreckschusspistole und weitere Beweismittel. Wie sich herausstellte, war der Motorroller zuvor gestohlen worden.

Durch die weiteren Ermittlungen kamen die Einsatzkräfte auch auf die Spur eines 15-jährigen Deutschen. In dessen elterlicher Wohnung fanden sie einen Schlagring und Teile der Beute.

Im Einsatzverlauf wurden auch die Wohnungen der beiden 16-Jährigen durchsucht. Dort wurden Beweismittel sichergestellt, unter anderem verbotene Waffen.

Die drei Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und später mangels Haftgründen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die weiteren Ermittlungen gegen sie dauern an.

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