HH: Bundespolizei Hamburg vollstreckt drei Haftbefehle

Gleich dreimal klickten seit dem gestrigen Nachmittag im Zuständigkeitsbereich der Hamburger Bundespolizei die Handfesseln im Zusammenhang mit der Vollstreckung von Haftbefehlen.

Im ersten Fall benutzte am 14.06.2022 gegen 16:15 Uhr eine 58-jährige slowakische Staatsangehörige den ICE 76 für die Fahrt von Hannover nach Hamburg in der 1.Klasse. Eine Fahrkarte konnte sie gegenüber dem Zugbegleitpersonal nicht vorlegen, woraufhin die Hamburger Bundespolizei hinzugezogen wurde.

Somit standen die Beamten bereits am Bahnsteig in Harburg, um die 58-Jährige in Empfang zu nehmen und sie dem Bundespolizeirevier Hamburg-Harburg zuzuführen.

Hier stellte sich heraus, dass sie mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Göttingen wegen Erschleichens von Leistungen (Bahnfahren ohne Fahrkarte) gesucht wurde.

Da sie den haftbefreienden Betrag von 1500 Euro nicht aufbringen konnte, wurde sie in die Untersuchungshaftanstalt überstellt, wo sie eine Ersatzfreiheitsstrafe von 100 Tagen erwartet.

Nur zwei Stunden später gegen 18:15 Uhr geriet ein 25-jähriger afghanischer Staatsangehöriger in eine bundespolizeiliche Kontrolle am Hauptbahnhof, die zum Vorschein brachte, dass der junge Mann mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Nötigung gesucht wurde.

Glück für den Verhafteten: Dessen Arbeitgeber bezahlte die Summe von insgesamt 1722 Euro für seinen Mitarbeiter, so dass dieser wieder auf freien Fuß gesetzt werden konnte und ihm der Antritt einer 82-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe erspart blieb.

Weniger Glück hatte ein 39-jähriger Bulgare, der gegen 04:45 Uhr von einer Präsenzstreife der Hamburger Bundespolizei im Bahnhof Harburg kontrolliert wurde. Der Mann war von der Staatsanwaltschaft Hamburg nach Verurteilung wegen Erschleichens von Leistungen mit einem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Da er den haftbefreienden Betrag von 670 Euro nicht begleichen konnte, wurde er zur Verbüßung einer 67-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in das Untersuchungsgefängnis überstellt.

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Thomas Hippler
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