HH: Bundespolizei am Hamburg Airport – 3 Haftbefehle: Reisende zahlen über 12.000 Euro

Sonntagmorgen, 8:00 Uhr: ein 53-jähriger ghanaischer Staatsangehöriger begab sich auf den Weg nach Amsterdam und wurde durch die Bundespolizei kontrolliert. Die Fahndungsabfrage ergab, dass die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach nach dem Mann sucht. Wegen Urkundenfälschung waren 6.850 Euro Geldstrafe zu zahlen. Hinzu kamen Kosten i. H. v. 108,85 Euro. Alternativ wären 137 Haft fällig gewesen. Es war dem Mann möglich, die geforderten 6958,85 Euro zu zahlen, sodass er auf freien Fuß belassen werden konnte. Wenig später ergab sich für die nächste Reisende die Möglichkeit, Geld loszuwerden. Eine 29-jährige rumänische Staatsangehörige kam aus Istanbul an und stellte sich zur Einreisekontrolle an. Auch hier ergab die Fahndungsabfrage, dass sie von der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Strafvollstreckung auf Grund Erschleichens von Leistungen ausgeschrieben ist. Sie hatte 825 Euro Geldstrafe zu zahlen oder alternativ 27 Tage in Haft. Sie konnte direkt zahlen und weiterreisen. Am Montagmorgen schließlich erfolgte die Kontrolle einer 28-jährigen deutschen Staatsangehörigen, die auf einen Flug nach Ibiza gebucht war. Sie war von der Staatsanwaltschat Hamburg wegen Betruges zur Festnahme ausgeschrieben. Es waren 1.800 Euro Geldstrafe, 2.342.87 Einziehungsbetrag sowie 88 Euro Kosten zu zahlen, um 60 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe zu entgehen. Die Reisende konnte lediglich 2.770 Euro aufbringen. So rief sie eine Freundin an, die ihr half und die fehlenden 1.460,87 Euro zum Flughafen brachte. 4.230,87 Euro wechselten den Besitzer. Einer Weiterreise stand nun nichts mehr im Wege.

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