HH: 220606-2. Kontrollgruppe Autoposer beendet verbotene Kraftfahrzeugrennen im Hamburger Stadtgebiet

Tatzeiten: a) 03.06.2022, 20:28 Uhr, b) 04.06.2022, 21:23 Uhr; Tatorte: a) Hamburg-Altona-Altstadt, Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee, b) Hamburg-Hohenfelde, Lübecker Straße, in Fahrtrichtung Wandsbek

Beamte der Kontrollgruppe Autoposer dokumentierten am Wochenende mehrere verbotenen Kraftfahrzeugrennen und stellten unter anderem die Fahrzeuge der Tatverdächtigen sicher. Die weiteren Ermittlungen führt die Verkehrsdirektion Ost (VD 32).

a) Im Bereich der Bahrenfelder Chaussee fiel den Polizisten der Kontrollgruppe ein VW-Bus auf, der mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Stresemannstraße fuhr. Eine Messung mit ihrer ProViDa-Messtechnik (ProofVideoData) ergab 88 km/h bei erlaubten 50 km/h. Im weiteren Verlauf passierte der VW eine Baustelle in der Stresemannstraße, in der die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 km/ reduzierte ist, mit 60 km/h.

Die Beamten entschlossen sich daraufhin, eine Verkehrskontrolle durchzuführen und zeigten die Anhaltsignale. Der Fahrer beschleunigte allerdings sein Auto und versuchte sich anscheinend einer Kontrolle zu entziehen. An der stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (GÜA) in der Stresemannstraße bremste der Fahrer stark ab und beschleunigte anschließend für die weitere Fahrt in Richtung stadteinwärts wieder deutlich. Dabei wechselte er auch mehrfach die Fahrstreifen.

An einer rotzeigenden Ampel am Neuen Pferdemarkt stoppte das Auto, sodass den Beamten hier die Verkehrskontrolle gelang.

Nach einem Drogenvortest, der keine Hinweise auf einen Betäubungsmittelmissbrauch ergab, stellten die Beamten den Autoschlüssel sicher, zogen eine Sicherheitsleistung von dem 20-jährigen Moldauer ein und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen als Alleinfahrer ein. Der ausgeliehene VW T6 wurde durch einen Mitarbeiter der Autovermietung abgeholt.

Die Ermittlungen dauern an.

b) Am Samstagabend fiel den Polizisten der Kontrollgruppe Autoposer ein Mercedes G 500 auf, der durch seine augenscheinlich überhöhte Geschwindigkeit eine Auslösung der stationären GÜA in der Lübecker Straße in Fahrtrichtung Wandsbek verursachte.

An der nächsten Kreuzung hielt der Fahrer des Boliden an einer rotzeigenden Ampel an und sprach offensichtlich mit der Fahrerin eines neben ihm haltenden KIA Stinger. Nachdem die Ampel Grün zeigte, beschleunigten beide Autos so stark, dass die Reifen des G 500 lautstark durchdrehten.

Nachdem einem erneuten Stopp an einer roten Ampel, beschleunigten die beiden Fahrzeuge auf über 100 km/h und überholten jeweils links und rechts einen im mittleren Fahrstreifen fahrenden Pkw.

An der nächsten Kreuzung überholte der KIA ein Fahrschulauto links über einen Linksabbiegestreifen, das gerade auf diesen Abbieger wechseln wollte. Nur durch eine Notbremsung des Fahrschulautos konnte ein Zusammenstoß verhindert werden.

Mittlerweile im Bereich der Wandsbeker Marktstraße angekommen, überholte der Mercedes ebenfalls über den Rechtsabbieger ein Auto, um anschließend weiter geradeaus in Richtung Ahrensburger Straße zu fahren.

Unter Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte gelang es den Polizisten schließlich, die beiden Pkw im Bereich Pulverhof anzuhalten und zu überprüfen.

Gegen den Mercedes-Fahrer, einen 33-jährigen Ägypter, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ein. Neben der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro wurde sein 422 PS-starker Mietwagen sichergestellt.

Dieses Ermittlungsverfahren leiteten die Polizisten auch gegen die KIA-Fahrerin, eine 39-jährige Deutsche, ein. Außerdem stellten die Spezialisten den 377 PS-starken Stinger sicher und zogen ihren Führerschein ein.

Die Ermittlungen dauern an.

Mx.

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