HH: 220527-1. Großeinsatz der Polizei bei Musikkonzert in Hamburg-Rotherbaum

Tatzeit: 26.05.2022, 23:00 Uhr; Tatort: Hamburg-Rotherbaum, Grindelallee

Donnerstagabend kam es im Zusammenhang mit einem Musikkonzert zu einer Schlägerei zwischen mehreren Dutzend Personen. Die Polizei beendete die Auseinandersetzung mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften.

In einem Musiklokal trat gestern Abend eine Band auf. Hierbei sollen sich vor dem Lokal noch über 100 wartende Gäste aufgehalten haben.

Nach derzeitigen Erkenntnissen erschienen plötzlich mehrere Personen, die gezielt die Konfrontation mit Teilen der Wartenden gesucht haben sollen. Neben dem Einsatz körperlicher Gewalt sollen die Personen auch mit Holzlatten und E-Scootern aufeinander eingeschlagen haben. Insgesamt soll sich eine Schlägerei zwischen bis zu 40 Personen entwickelt haben.

Nachdem mehrere Anrufer den Polizeinotruf verständigt hatten, wurden über 30 Funkstreifenwagenbesatzungen, mehrere Diensthundeführer und Polizeikradfahrer zusammengezogen. Dazu entsandte die Feuerwehr Hamburg mehrere Rettungswagen und ein mit einem Notarzt besetztes Einsatzfahrzeug in die Grindelallee.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte flüchteten zahlreiche Personen in verschiedene Richtungen, eine etwa 20-köpfige Personengruppe setzte ihre Auseinandersetzung jedoch unvermittelt fort. Um die gegenseitigen körperlichen Angriffe zu beenden, setzte ein Polizeibeamter sein Pfefferspray gegen diese Personengruppe ein.

Im weiteren Verlauf nahmen Polizisten einen 24-jährigen Deutschen vorläufig fest. Dabei kam es auch zur vorläufigen Festnahme eines 21-jährigen Deutschen, nachdem dieser den zuvor Festgenommen zu befreien versucht und dabei mit der Faust auf einen Polizeibeamten eingeschlagen hatte. Der 37-jährige Polizist wurde dadurch leicht verletzt, konnte seinen Dienst jedoch weiter fortsetzen.

Die beiden Männer wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Im näheren Umfeld der Veranstaltung konnten im weiteren Verlauf noch mehrere Personen angehalten und überprüft werden. Einige wurden anschließend von den Rettungswagenbesatzungen vor Ort versorgt, zwei von ihnen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Grindelallee zwischen der Straße Durchschnitt und der Edmund-Siemers-Allee voll gesperrt werden.

Die Betreiberin des Musiklokals beendete das Konzert vorzeitig und verschloss wenig später ihre Räumlichkeiten.

Weil Hinweise darauf vorliegen, dass bei der Auseinandersetzung Anhänger der Fußballvereine Hamburger SV und FC St. Pauli beteiligt gewesen sein könnten, führt das für Sportgewalt zuständige Landeskriminalamt (LKA 124) die weiteren Ermittlungen.

Mx.

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