FW-HH: Feuerwehr Hamburg löscht brennenden Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses auf St. Pauli

Hamburg St.Pauli, Feuer 4 Löschzüge mit Menschenleben in Gefahr, 16.10.2020, 08:15 Uhr, Glashüttenstraße

Der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde am Freitagmorgen gegen 08:15 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Dach eines Mehrfamilienhauses in der Glashüttenstraße auf Hamburg St. Pauli gemeldet. Aufgrund der hohen Anzahl an Notrufen sowie der sichtbaren Rauchsäule bereits aus den Räumen der Rettungsleitstelle wurde bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte die Alarmstufe auf „Feuer – 2 Löschzüge“ erhöht. Bei Eintreffen der Feuerwehr Hamburg stellte sich heraus, dass der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses mit den Maßen 15 x 45m aus bisher ungeklärter Ursache in voller Ausdehnung brannte. Bei dem Gebäude handelte es sich um einen 6-geschossigen Altbau in geschlossener Bauweise, was bedeutet, dass sich direkt angrenzend weitere Gebäude befinden und die Gefahr einer Brandausbreitung zu diesem Zeitpunkt akut gegeben war. Nach ersten Meldungen am Einsatzort sollten sich noch drei Bewohner in dem Gebäude befinden, was den Einsatzleiter veranlasste mit dem Zusatz „Menschenleben in Gefahr“ weitere Kräfte des Rettungsdienstes zu alarmieren. In der ersten Phase wurden 35 Anwohner aus dem betroffenen sowie den angrenzenden Gebäuden evakuiert, darunter befanden sich auch die vermissten Personen, wie sich im Verlauf herausstellte. Diese Personen waren augenscheinlich allesamt unverletzt, erst zu einem späteren Zeitpunkt des Einsatzes meldeten sich zwei Personen bei den Einsatzkräften, die unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen litten. Beide Personen wurden rettungsdienstlich gesichtet und im weiteren Verlauf wurde eine Person mit Kreislaufbeschwerden durch einen Rettungswagen einem nahegelegenen Krankenhaus zugeführt. Eine weitere Person, die mit dem Verdacht auf eine Rauchgasinhalation behandelt wurde, lehnte den Transport in eine medizinische Einrichtung ab.

Nach weiteren Erkundungen wurde die Alarmstufe durch den anwesenden A-Dienst auf „Feuer 4 Löschzüge mit Menschenleben in Gefahr“ erhöht. Die Brandbekämpfung wurde mit insgesamt drei C-Rohren durch die Treppenräume zweier Hauseingänge sowie zeitweise zwei Wenderohren über jeweils eine Drehleiter zur Riegelstellung vorgenommen. Besonders in einem nicht mit Löschfahrzeugen befahrbaren Hinterhof war die Brandintensität sehr hoch und hier bestand die größte Gefahr einer Brandausbreitung. Durch das Modulare Warnsystem wurde eine Warnung vor der starken Rauchentwicklung für die Stadtteile Rothenburgsort, Neustadt sowie der Hafencity veranlasst, in der die Bürger u.a. aufgefordert wurden Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein Bereitstellungsraum für die zahlreich anrückenden Rettungsdienstkräfte wurde auf dem Heiligengeistfeld eingerichtet. Durch den schnellen Einsatz der Kräfte vor Ort konnte das Feuer im Bereich der Brandwände gehalten werden, es kam zu keinem weiteren Flammenüberschlag in angrenzende Häuser. Alle Wohnungen in den Gebäuden wurden kontrolliert und auf Wasserschäden, Statik und durchgebrannte Decken kontrolliert. In Zusammenarbeit mit der Polizei sowie dem Bezirksamt wurde eine Unterbringung der Bewohner vorbereitet. Die Löscharbeiten dauerten längere Zeit an, erst gegen 13:00 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die folgenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund von schwer zugänglichen Glutnestern sowie herabfallender und einsturzgefährdeten Trümmerteilen schwierig, sodass erst gegen 16:45 Uhr alle Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Die Einsatzstelle wurde zur Ursachenermittlung an die Polizei übergeben. Eine weitere Kontrolle auf Glutnester mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde im Laufe des Abends durch Feuerwehrkräfte .

Kräfte im Einsatz: vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, vier Freiwillige Feuerwehren, ein B-Dienst, ein A-Dienst, ein Feuerwehr-Leitungsdienst, ein Landesbereichsführer-Vertreter der FF, ein Bereichsführer, ein Umweltdienst, ein Leitender Notarzt, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, ein Teleskopmastfahrzeug 53, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Großraumrettungswagen sowie ein diensthabender Pressesprecher. Dazu kommen diverse Sonderfahrzeuge und Kräfte zur Ablösung.

Die Feuerwehr Hamburg war in der Spitze mit 110 Einsatzkräften von Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr im Einsatz.

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Feuerwehr Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dennis Diekmann
Telefon: 040/42851 51 51
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