HH: 200630-2. Führerscheinbeschlagnahme nach verbotenem Kraftfahrzeugrennen und Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln

Zeiten: 29.06.2020, 17:30 – 30.06.2020, 02:00 Uhr Orte: Hamburg, Stadtgebiet und BAB 7

Beamte der Verkehrsstaffel Innenstadt/West (VD 2) haben mit ProViDa-Motorrädern (Proof-Video-Data) mehrere Verkehrsverstöße dokumentiert.

Zwei ProViDa-Motorradstreifen der Verkehrsstaffel Innenstadt/West wurden um 0:15 Uhr auf der BAB 7 mit Fahrtrichtung Norden auf ein Mercedes Cabrio aufmerksam. Dieses wurde bei der Auffahrt auf die BAB 7 über die Anschlussstelle Waltershof stark beschleunigt und umgehend auf den linken Fahrstreifen gelenkt.

Der Fahrer des Cabrios beschleunigte im Bereich einer dort eingerichteten Baustelle bei erlaubten 60 km/h auf 140 km/h.

Die weitere Fahrt führte mit 110 km/h bei erlaubten 80 km/h durch den Elbtunnel und anschließend, ebenfalls im Bereich einer Baustelle, mit 190 km/h statt erlaubter 60 km/h weiter in Richtung Norden.

An der Anschlussstelle Stellingen verließ das Cabrio die Autobahn 7 in Richtung stadteinwärts. Nachdem der Fahrer in den Sportplatzring abgebogen war, setzte sich ein Polizeimotorrad vor den Pkw und forderte diesen mittels Signal und Blaulicht zum Folgen auf. Anstatt zu folgen, wendete der Fahrer und flüchtete in die entgegengesetzte Richtung.

Die Beamten konnten das Cabrio jedoch stoppen und den Fahrer, einen 20-jährigen Mazedonier, einer Kontrolle unterziehen.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten drogentypische Ausfallerscheinungen beim Fahrer fest. Ein anschließender Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain, THC und Amphetamine.

Der Mann hatte als Nachweis seiner Fahrerlaubnis einen mazedonischen Führerschein bei sich, der bereits vor einem halben Jahr hätte umgeschrieben werden müssen. Weil dies versäumt wurde, hatte der 20-Jährige den Pkw in der Folge ohne gültige Fahrerlaubnis geführt.

Wegen des Verdachts des Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel wurde am Polizeikommissariat 27 eine Blutprobenentnahme durchgeführt.

Bei dem Cabrio handelte es sich um ein Mietfahrzeug, welches vor Ort verblieb. Weil der Pkw vom Vater des 20-Jährigen angemietet worden war, wird auch gegen ihn wegen des Verdachts des Überlassens eines Kraftfahrzeugs an eine Person ohne gültige Fahrerlaubnis ermittelt.

Zuvor war es bereits zur Feststellung folgender Verstöße gekommen.

Der 26-jährige deutsche Fahrer eines Porsches befuhr um 21:25 Uhr die BAB 7 in Fahrtrichtung Norden in Höhe der Anschlussstelle Bahrenfeld bei zulässigen 100 km/h mit bis zu 172 km/h.

Der 20-jährige deutsche Fahrer eines Ferraris 488 fuhr um 22:10 Uhr auf der BAB 7 im Baustellenbereich zwischen Waltershof und dem Elbtunnel bei erlaubten 60 km/h mit bis zu 135 km/h.

Der 36-jährige deutsche Fahrer einer Suzuki befuhr um 20:10 Uhr die Straße „An der Alten Süderelbe“ mit bis zu 142 km/h bei zulässigen 60 km/h.

Ri.

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Updated: 30. Juni 2020 — 16:12