HH: 200305-2. Verfolgungsfahrt nach verbotenem Kraftfahrzeugrennen, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht von Hamburg-Veddel bis Hamburg-Harburg

Tatzeit: 04.03.2020, 19:30 Uhr Tatort: Hamburg-Veddel, Neue Elbbrücken bis Hamburg-Harburg, Hafenbezirk

Beamte der Verkehrsstaffel Ost (VD 3) dokumentierten mit einem ProViDa-Fahrzeug (Proof-Video-Data) Verkehrsverstöße, die ein bislang unbekannter Fahrer während seiner zum Teil mit überhöhter Geschwindigkeit durchgeführten Fahrt und Flucht begangen hatte. Nach einem Verkehrsunfall setzte der Fahrer die Flucht zu Fuß fort.

Eine Provida-Besatzung der Verkehrsstaffel Ost wurde auf den neuen Elbbrücken mit Fahrtrichtung Süden von einem grauen Mercedes CLS 320 mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt. Im weiteren Verlauf dokumentierte die Besatzung eine Geschwindigkeit von 130 Km/h anstatt erlaubter 60 Km/h und zudem ständige Fahrstreifenwechsel zum schnelleren Vorwärtskommen.

Die Fahrt führte weiter über die Wilhelmsburger Reichsstraße bis zur Anschlussstelle Harburg. Hier verließ der Fahrer die Bundesstraße in Richtung Walter-Dudek-Brücke.

Unter dem Einsatz von Blaulicht, Martinshorn und Haltesignalen wurde der Fahrzeugführer zum Stoppen aufgefordert.

Anstatt zu halten, beschleunigte der Fahrer und flüchtete über die Schlachthofstraße in Richtung Norden. In der Hannoverschen Straße wurde der Pkw dabei innerorts auf 170 Km/h beschleunigt.

Die weitere Fahrt führte unter anderem über die Brücke des 17. Juni, den König-Georg-Deich, an der Kornweide bei Rotlicht knapp zwischen zwei vorfahrtberechtigten Lkw hindurch in Richtung Wilhelmsburger Reichsstraße und dort wieder nach Süden bis zur Anschlussstelle Neuland. Hier nutzte er beim Verlassen der Bundesstraße den Standstreifen, um andere Fahrzeuge unerlaubt zu passieren.

Die Fahrt endete in der Straße Hafenbezirk, nachdem der Mercedes dort mit einem geparkten Pkw kollidierte. Ein Zeuge hatte noch versucht, den dann zu Fuß flüchtigen Mann festzuhalten. Der Mann konnte jedoch flüchten.

Die Sofortfahndung mit acht Funkstreifenwagen führte nicht zur Festnahme des Täters.

Die Ermittler der Verkehrsdirektion Ost (VD 3) gehen derzeit sowohl Anhaltspunkten zur Identität des Mannes als auch Hinweisen, wonach der Täter später im König-Georg-Deich einen Linienbus bestiegen haben soll, nach.

Der Mercedes wurde beschlagnahmt.

Ri.

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Updated: 5. März 2020 — 12:14