HH: 221014-4. Polizeieinsatz anlässlich des Fußballspiels FC St. Pauli – Hamburger SV

Zeit: 14.10.2022, ab 14:30 Uhr

Ort: Hamburg-Altona-Altstadt, Hamburg-St. Pauli

Anlässlich des heutigen Polizeieinsatzes zur Bundesligabegegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV kam es nach den bisherigen Erkenntnissen (Stand 22:40 Uhr) zu folgendem Verlauf:

Gegen 15:00 Uhr setzte sich ein geplanter Fanmarsch des HSV mit rund 3.500 Anhängern vom Altonaer Balkon in Richtung Millerntorstadion in Bewegung. Während des Marsches wurde vereinzelt Pyrotechnik (Nebeltöpfe, Böller) gezündet. Im Bereich der Reeperbahn und des Hans-Albers-Platzes trennten sich bereits diverse Anhänger vom Aufzug und begaben sich in Richtung der dort befindlichen Kneipen.

Als der Fanmarsch in die Glacischaussee einbog, liefen zeitgleich etwa 150-200 Anhänger des FC St. Pauli von der Stadionreihe aus auf das Heiligengeistfeld in Richtung des Fanmarsches des HSV. Zuvor zogen sie ihre roten Schals als Vermummung ins Gesicht. Im Zuge der Fantrennung konnten die Personen gestoppt und ein Angriff verhindert werden.

Eine Teilgruppe der 150-200 FC St. Pauli Anhänger wurden von eingesetzte Beamten im Anschluss in Gewahrsam genommen.

Im Internet kursiert ein Video, welches eine Ingewahrsamnahme unter Anwendung unmittelbaren Zwangs seitens eingesetzter Polizeibeamter zeigt. Die Prüfung der Recht- und Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme dauert an.

Gegen 16:30 Uhr erreichte der insgesamt friedlich verlaufende HSV Fanmarsch mit rund 2.800 Anhängern den Nahbereich des Gästeeinganges des Stadions.

Das Spiel begann planmäßig gegen 18:30 Uhr.

Nach dem Abpfiff der Partie gegen 20:15 Uhr (3:0) verließen die Heim- und Gästefans das Stadion.

Ein Fanmarsch von rund 1.500 HSV-Fans setzte sich gegen 21:00 Uhr geschlossen unter polizeilicher Begleitung in Richtung Reeperbahn in Bewegung und erreichte den Hans-Albers-Platz gegen 21:25 Uhr. Im weiteren Verlauf verteilten sich die Personen in umliegenden Kneipen bzw. traten die Heimreise an.

Nach derzeitigem Stand wurden im Zusammenhang mit der Bundesligabegegnung neben 12 Identitätsfeststellungen 47 Personen in Gewahrsam genommen.

Bei dem Einsatz wurden nach bisherigen Erkenntnissen fünf Polizeibeamte verletzt.

Die Hamburger Polizei wurde bei diesem Einsatz von Kräften der Bundespolizei und den Landespolizeien aus Brandenburg, Bremen Niedersachen und Schleswig-Holstein unterstützt.

Insgesamt waren rund 1.445 Beamte, davon 440 auswärtige Kräfte, im Einsatz.

Ri.

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