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MFR: (89) Betrug an Dreistigkeit nicht zu überbieten

Nürnberg (ots) – Ein 38-jähriger Osteuropäer verschmähte gestern Mittag (11.01.2018) den Service und Kundendienst einer Kfz-Reparaturwerkstatt in der Nürnberger Innenstadt äußerst dreist. Letztlich aber konnte der Mann noch vor dem Grenzübertritt festgenommen werden.

Gegen 07:00 Uhr sprach der spätere Beschuldigte in der Werkstätte mit der Bitte vor, sein Fahrzeug zu reparieren. Es sei fahruntüchtig, er müsse aber mit seiner Familie dringend den Heimweg in die Slowakei antreten. Die Werkstatt half unverzüglich. Schlüssel und Fahrzeugpapiere hinterließ der Mann dort.

Zur Mittagszeit erhielt der 38-Jährige die Mitteilung, sein Fahrzeug – ein Ford – sei fertig und könne abgeholt werden. Dies nahm der Mann wohl wörtlich. Denn ohne Rücksprache mit der Werkstattleitung oder gar die Rechnung zu bezahlen (rund 450 Euro), setzte er sich samt seiner Familie in den Wagen, startete mit einem Zweitschlüssel den Motor und fuhr davon.

Angestellte bemerkten den Vorfall, reagierten sofort und schalteten die Polizei ein. Diese veranlasste umgehend die Fahndung nach dem Fahrzeug. Am Nachmittag teilte dann die Polizei in Waidhaus (Oberpfalz) mit, dass der Pkw angehalten und der Fahrer festgenommen werden konnte – kurz vor dem Grenzübertritt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde das Fahrzeug sichergestellt und die Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten angeordnet. Gleichzeitig wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet.

Bert Rauenbusch/n

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Updated: 12. Januar 2018 — 18:55
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