MFR: (737) Fahrtüchtigkeit im Visier – aktuelle Bilanz des Polizeipräsidiums Mittelfranken

Wie mit Meldung 694 berichtet, hat das Polizeipräsidium Mittelfranken die Alkohol- und Drogenfahrten in der 21. Kalenderwoche bilanziert. Darauf aufbauend erfolgt nun eine weitere Bilanz über die Tage rund um das vergangene Pfingstwochenende.

Um Verkehrsteilnehmer mit Nachdruck für das Risiko von Trunkenheits- und Drogenfahrten zu sensibilisieren, zieht das Polizeipräsidium für den Zeitraum einer Woche (03.06.2022 bis 09.06.2022) erneut Bilanz über die Fallzahlen im Zusammenhang mit diesen Delikten.

Insgesamt brachten die Polizeibeamten in ganz Mittelfranken in der vergangenen Woche 208 Fälle zur Anzeige. Dies stellt eine Steigerung von 42 Delikten im Vergleich zum zuletzt betrachteten Zeitraum in der 21. Kalenderwoche dar. Mehr als die Hälfte der Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entfielen hierbei auf das verlängerte Pfingstwochenende (04.06.2022 bis 06.06.2022).

Unter der Gesamtzahl finden sich auch acht Verkehrsunfälle wieder, bei welchen die Unfallursache auf vorherigen Alkoholkonsum zurückzuführen sein dürfte. In zwei Fällen wiesen die betroffenen Fahrer eine besonders hohe Alkoholisierung von über zwei Promille auf:

Am frühen Montagabend (06.06.2022) kam es an der Kreuzung Elbestraße und Spreestraße in Nürnberg zu einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge. Ein 61-Jähriger hatte mit seinem Pkw die Vorfahrt missachtet und stieß mit einem anderen Pkw-Fahrer zusammen. Ein von der Polizei beim Unfallverursacher durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,7 Promille. Die Beteiligten blieben glücklicherweise unverletzt. Es stellte sich außerdem heraus, dass der 61-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Am Samstagabend (07.06.2022) ereignete sich in Erlangen ein weiterer Alkoholunfall. Auch hier stellten die Beamten beim Unfallverursacher anhand eines Atemalkoholtests eine erhebliche Alkoholisierung von knapp 2,3 Promille fest. Der 30-Jährige befuhr zuvor die Werner-von-Siemensstraße in Richtung A73. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. In der Folge schleuderte das Fahrzeug über die Fahrbahn an die Außenschutzplanke, bevor es zum Stehen kam. Am Fahrzeug des 30-Jährigen und auch an den Schutzplanken entstand ein erheblicher Sachschaden. Der Führerschein des Fahrers wurde noch vor Ort sichergestellt.

Sowohl gegen den 30-Jährigen als auch gegen den 61-Jährigen leiteten die aufnehmenden Beamten Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein.

Neben den Unfällen im Zusammenhang mit Alkohol verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken vergangene Woche auch 81 sogenannte folgenlose Trunkenheitsfahrten, bei welchen die jeweiligen Fahrzeugführer einen Atemalkoholwert von über 1,1 Promille aufwiesen. Zusätzlich registrierten die Beamten knapp 120 Fälle, in denen sich die jeweiligen Fahrer wegen diverser Ordnungswidrigkeiten (Fahren unter Drogeneinfluss, Verstöße gegen die 0,5 Promille-Grenze, absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger) verantworten müssen.

Mit dieser Bilanz ist es dem Polizeipräsidium Mittelfranken ein Anliegen, erneut an das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stellt eine erhebliche Gefahr für die Fahrer selbst aber auch für andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer dar.

Erstellt durch: Lisa Hierl

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